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15:52 30.04.2019
Ursula von der Leyen zu Gast im RND-Salon. Quelle: Xander Heinl/Photothek
Berlin

Flugzeuge der Bundesregierung bereiten immer wieder Probleme: International für Aufsehen sorgte eine Panne der Regierungsmaschine „Konrad Adenauer“ Ende November 2019, ein Airbus vom Typ A340-300. Denn Kanzlerin Angela Merkel war an Bord und auf dem Weg zum G20-Gipfel. Doch der Flieger musste umkehren und in Köln landen. Durch die Probleme verpasste Merkel den ersten Tag des Zusammentreffens der Staatschefs.

Verantwortlich für die Luftwaffe ist Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen. Im Gespräch mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) gab sie Einblicke in ihre Gefühlswelt, als sie die Nachricht von der in Köln gestrandeten Kanzlerin erreichte.

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Als Gordon Repinski, Büroleiter des RND-Hauptstadtbüros und stellvertretender RND-Chefredakteur im „Berliner Salon“ die Frage an die Verteidigungsministerin stellte, was sie in dem Moment gedacht hatte, seufzte von der Leyen. „Da dachte ich: Nicht auch noch das. Bitte streuen Sie kein Salz in die Wunde. Das war ganz, ganz, ganz schrecklich.“

Die „Konrad Adenauer“ ist laut „Planespotters.net“ 19,6 Jahre alt. Seit 2011 steht es im Dienst der deutschen Regierung. Benannt ist der Airbus nach dem ersten Bundeskanzler der Bundesrepublik. Das Langestreckenflugzeug war früher im Linien-Betrieb der Lufthansa unterwegs und wurde dann fast zwei Jahre lang grundüberholt und zum Regierungsflugzeug umgebaut. 2013 wurde es mit einem Selbstschutzsystem ausgerüstet, das Raketengeschosse abwehren kann.

Das Flugzeug hat eine Reichweite von 13.500 Kilometern. Es ist in verschiedene Bereiche unterteilt. Es gibt beispielsweise ein Schlafgemach für die Kanzlerin, einen Delegations- und Konferenzraum. Insgesamt haben 143 Passagiere Platz. Die Einrichtung soll – im Vergleich zu anderen Regierungs-Maschinen – eher schlicht sein.

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Kanzlerin Angela Merkel ist nicht die einzige, die in der Vergangenheit wegen Problemen an Regierungsmaschinen unter Termindruck geriet. Entwicklungsminister Gerd Müller steckte Anfang 2019 in Afrika fest – der Ausfall eines Ventils an der Global 5000 verhinderte einen geplanten Weiterflug. Ende 2018 legten Nagetiere in Indonesien die „Konrad Adenauer“ lahm und zwangen Vizekanzler Olaf Scholz zur Rückreise per Linienflug.

Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier war Mitte November in Südafrika mit der „Konrad Adenauer“ unterwegs. Dabei kam es zu einer stundenlangen Verspätung, weil eines der Triebwerke nur mit Hilfe eines externen Geräts gestartet werden konnte.

Von RND/ngo

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