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Politik Union und SPD stellen Steinmeier vor
Nachrichten Politik Union und SPD stellen Steinmeier vor
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12:33 16.11.2016
Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier bei seiner offiziellen Vorstellung als Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten. Quelle: N24
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Berlin

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die politische Erfahrung des bisherigen Außenministers Frank-Walter Steinmeier (SPD) als wichtige Voraussetzung für das Amt des Bundespräsidenten gelobt. Steinmeier „ist der richtige Kandidat in dieser Zeit“, sagte Merkel bei der offiziellen Vorstellung des SPD-Politikers gemeinsam mit SPD-Chef Sigmar Gabriel und dem CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer.

Steinmeier werde die Unterstützung vieler Bürger haben. Die Menschen wüssten, dass sie ihm vertrauen könnten, unter anderem wegen dessen Bodenständigkeit und auch dessen Kenntnis der Welt.

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Gabriel: Steinmeier steht für Integrität

Gabriel dankte den Unions-Spitzen für die Unterstützung des Kandidaten für die Bundespräsidentenwahl Frank-Walter Steinmeier. Das sei nicht selbstverständlich, sagte er. Der bisherige Außenminister sei ein Mann des Ausgleichs und habe eine bedeutende Stimme nach innen und nach außen, sagte der SPD-Vorsitzende. Steinmeier genieße in der Bevölkerung Vertrauen und stehe für Integrität.

Dies sei in einer Zeit der Brüche und der Umbrüche nötig. Er werde in diesem Amt Verantwortung für eine liberale und soziale Politik in Deutschland übernehmen.

„Dafür stehen wir Deutschen“

Steinmeier bedankte sich in seiner Rede für die „überaus freundlichen Worte“. Heute stehe er als Kandidat und nicht als Bundesaußenminister auf der Bühne. „Das macht diesen Moment doch zu einem sehr besonderen.“

„Unser Land verkörpert wie vielleicht kein Land der Welt, das aus Krieg Frieden werden kann. Dafür stehen wir Deutschen.“ Auch zum Brexit, der US-Wahl und der Lage der Türkei nahm er Stellung – es komme jetzt auf eine lebendige, wache politische Kultur an, mahnte er. „Daran will ich mit allen zusammenarbeiten über Parteigrenzen hinweg, vor allen Dingen aber auch über soziale Grenzen hinweg. Für eine politische Kultur, in der wir miteinander streiten können, aber respektvoll miteinander umgehen.“

Die Union hatte bei der Suche nach einem Nachfolger für Joachim Gauck nach langem Tauziehen am Montag eingelenkt und die Nominierung Steinmeiers akzeptiert. Der Bundespräsident wird am 12. Februar 2017 von der Bundesversammlung gewählt.

Von RND/are/dpa

16.11.2016