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Politik Ultra-Rechte feiert „Heil Trump! Sieg Heil!“
Nachrichten Politik Ultra-Rechte feiert „Heil Trump! Sieg Heil!“
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11:55 22.11.2016
„Heil Trump“: Mit diesen Worten begrüßte Richard Spencer die Teilnehmer einer Konferenz der „Alt Right“-Bewegung. Quelle: Youtube
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Washington

Am vergangenen Wochenende feierten weiße Nationalisten in Washington den Wahlsieg von Donald Trump. Zwei Tage danach ist ein Video vom Treffen der „Alt Right“-Bewegung aufgetaucht. Es ist ein Ausschnitt von Richard Spencers Rede – er ist der Chef des gastgebenden „National Policy Institute“.

In dem Video begrüßt Spencer seine Zuhörer mit den Worten:„Heil Trump! Heil unserem Volk! Sieg Heil!“ (auf englisch: „Hail Trump! Hail our people! Hail victory!“). Daraufhin springen seine Zuhörer von ihren Sitzen auf und klatschen frenetisch. Einige zeigen den Hitler-Gruß. Außerdem beschimpfte Spencer die Medien mit dem deutschen Wort „Lügenpresse“.

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Holocaust Museum reagiert mit Abscheu

Das US-Magazin „The Atlantic“ veröffentlichte das dreiminütige Video am Montagabend. Auch andere US-Medien wie CNNberichten darüber. Demnach sprach Spencer vor mehr als 200 Menschen auf der ultra-rechten Konferenz.

Außerdem soll Spencer auf der Konferenz mit Bezug auf Juden gesagt haben: „Man fragt sich, ob diese Leute überhaupt Menschen sind.“ Spencer sagte demnach, Amerika gehöre den Weißen. Immer wieder habe Spencer, der dabei auch Deutsch gesprochen habe, die Ideologie der Nationalsozialisten gelobt.

Das Holocaust Museum in Washington reagierte mit Abscheu – und zeigte sich besorgt. „Wir sind von der hasserfüllten Rhetorik der Konferenz zutiefst alarmiert“, teilte das Museum mit. Der Holocaust, die Vernichtung der europäischen Juden, habe nicht mit Töten begonnen, erklärte das Museum, sondern mit Worten. „Wir rufen alle amerikanischen Bürger, unsere religiösen und zivilen Anführer und die Führung aller Teile der Regierung dazu auf, rassistischem Denken und spalterischer Hetze entgegenzutreten.“

Seit der Wahl Donald Trumps zum nächsten US-Präsidenten sehen sich in den USA auch Rechtsradikale und weiße Nationalisten im Aufwind, die seine Wahl ausdrücklich bejubelten.

Von RND/wer/dpa

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