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Nachrichten Politik USA fordern Bündnis zur weltweiten Bekämpfung der Terrormiliz IS
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10:34 02.08.2019
US-Präsident Donald Trump. Quelle: imago images / UPI Photo
Washington

Nach den jüngsten Erfolgen des internationalen Bündnisses gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien und im Irak haben die USA zum weltweiten Kampf gegen die Extremisten aufgerufen. „Wir werden abermals nach Koalitionspartnern suchen, die sich uns in diesem Kampf anschließen“, sagte der Koordinator für Terrorismusbekämpfung der US-Regierung, Nathan Sales, am Donnerstag (Ortszeit) in Washington. „Die Vereinigten Staaten können das nicht alleine machen.“ Zugleich müssten die Gebiete in Syrien und dem Irak, aus denen das Bündnis den IS vertrieben hat, gesichert werden.

Die internationale Koalition gegen den IS konzentriert sich bislang auf Syrien und den Irak. Der IS hatte im März seine letzte Bastion in Syrien verloren, schon zuvor hielt er kein Territorium im Irak mehr.

Der US-Sonderbeauftragte die Anti-IS-Koalition, James Jeffrey, schätzte die Zahl der in Syrien und dem Irak verbliebenen IS-Kämpfer am Donnerstag grob auf rund 15 000 - nach seinen Worten mit möglichen Abweichungen in vierstelliger Höhe nach oben oder unten. Sales sagte, nach US-Schätzungen seien seit dem Jahr 2015 rund 1200 IS-Kämpfer in ihre europäischen Heimatländer zurückgekehrt.

2000 ausländische Kämpfer

US-Präsident Donald Trump forderte die Europäer erneut dazu auf, die von den kurdisch geführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) in Nordsyrien festgehaltenen europäischen IS-Kämpfer zurückzunehmen. „Wir haben Tausende IS-Kämpfer, von denen wir wollen, dass Europa sie nimmt. Mal sehen, ob sie sie nehmen. Und wenn sie sie nicht nehmen, müssen wir sie wahrscheinlich nach Europa entlassen.“

Sales sagte, in den SDF-Gefängnissen säßen rund 2000 ausländische Kämpfer, die weder aus dem Irak noch aus Syrien stammten. „Wir alle sind verpflichtet, sie daran zu hindern, jemals wieder auf das Schlachtfeld zurückzukehren. Das effektivste Mittel dafür ist, dass die Ursprungsländer ihre Bürger zurücknehmen und sie für die von ihnen begangenen Straftaten strafrechtlich verfolgen.“

Sales betonte, die USA würden diesen Weg bereits verfolgen. „Und das ist, was wir auch von anderen Ländern erwarten.“ Auch Sales nannte in dem Zusammenhang ausdrücklich die westeuropäischen Staaten.

„Das IS-Kalifat ist zerstört worden“

Sales warnte davor, den IS zu unterschätzen. „Das IS-Kalifat ist zerstört worden, aber die IS-Marke lebt in der Welt weiter“, sagte er. Der internationale Kampf gegen die Terrormiliz gehe nun in eine neue Phase. Beim globalen Vorgehen gegen den IS müssten militärische Anstrengungen durch „Werkzeuge zur Terrorismusbekämpfung aus dem zivilen Sektor“ ergänzt werden. Dabei gehe es etwa darum, Terroristen ihre Finanzströme abzuschneiden, und um Grenzsicherung.

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Sales betonte, auch der Kampf gegen das Terrornetz Al-Kaida dürfte nicht nachlassen. „Al Kaida ist in den vergangenen Jahren strategisch und geduldig gewesen.“ Während sich das internationale Engagement auf den IS konzentriert habe, habe das einst von Osama bin Laden angeführte Terrornetz die Zeit genutzt, um sich wieder aufzubauen. Aus der relativen Ruhe dürfe nicht der Schluss gezogen werden, dass Al-Kaida weniger gefährlich geworden sei.

Der IS hatte 2014 den Höhepunkt seiner Macht erreicht. Damals kontrollierten die Dschihadisten ein Gebiet, das sich über große Teile Syriens und des Iraks erstreckte. Mittlerweile sind IS-Anhänger auch in anderen Ländern aktiv, etwa in Libyen oder Afghanistan.

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Von RND/dpa

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