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Politik Trump wirft FBI Einbruch bei seinem Anwalt vor
Nachrichten Politik Trump wirft FBI Einbruch bei seinem Anwalt vor
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10:45 10.04.2018
Michael Cohen, der Anwalt des US-Präsidenten Donald Trump.
Michael Cohen, der Anwalt des US-Präsidenten Donald Trump. Quelle: dpa
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Washington

US-Präsident Donald Trump hat die Untersuchungen von FBI-Sonderermittler Robert Mueller in der Russland-Affäre als „Angriff auf unser Land“ bezeichnet. Das wurde am Montag bekannt, als er im Weißen Haus mit hochrangigen Militärberatern zusammenkam.

Trump verurteilte die Untersuchungen als Ablenkung und kritisierte die Beschlagnahme von Dokumenten seines persönlichen Anwalts Michael Cohen durch das FBI. Die Durchsuchung sei „eine Schande“.

„Ich habe gerade gehört, dass sie in das Büro einer meiner persönlichen Anwälte eingebrochen sind, ein guter Mann, und es ist eine schändliche Situation“, sagte Trump bei Eintritt der Presse in den Sitzungsraum.

Es werde über Syrien gesprochen und eine Menge ernsthafter Dinge, während er sich nun seit mehr als zwölf Monaten mit einer andauernden „Hexenjagd“ befassen müsse, beklagte er. „Es ist eine Attacke auf unser Land (...). Es ist eine Attacke auf das, wofür wir alle stehen. Es ist wirklich ein neues Level der Unfairness.“

Der Tipp kam von Sonderermittler Robert Mueller. Bei dessen Ermittlungen über eine mögliche Einmischung Russlands in die Präsidentschaftswahlen 2016 gab es Hinweise auf Weiteres. Mueller, so berichtete es etwa die „New York Times“, gab das an den stellvertretenden Justizminister und Aufseher der Russland-Ermittlungen, Rod Rosenstein, weiter. Dieser beauftragte den Generalstaatsanwalt in New York mit den weiteren Ermittlungen gegen Cohen. So kam es zur Razzia.

Der Präsident sagte auf die Frage, warum er Müller nicht entlasse: „Wir werden sehen, was passiert.“ Er hatte die Ermittlungen zur mutmaßlichen Einmischung Moskaus in die US-Präsidentschaftswahl 2016 bereits mehrfach kritisiert. Trump stritt den Vorwurf bislang ab, dass es Absprachen zwischen seinem Wahlkampfteam und Russland gegeben haben soll.

Von AP/dpa/RND