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Nachrichten Politik Tote und Verletzte bei Protesten im Gazastreifen
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20:37 30.03.2018
Tausende Palästinenser versammelten sich für den „Marsch der Rückkehr“ an der Grenze zu Israel. Quelle: dpa
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Gaza-Stadt

Bei den Ausschreitungen im Gazastreifen sind zwölf Palästinenser an der Grenze zu Israel getötet worden. Rund 1100 Menschen seien beim „Marsch der Rückkehr“ verletzt worden, teilte das Gesundheitsministerium in Gaza am Freitag mit. Israelische Soldaten schossen gezielt auf Rädelsführer, teilte die Armee zudem mit. In der Nacht auf Freitag wurde nach palästinensischen Angaben ein weiterer Palästinenser an der Grenze von israelischen Soldaten erschossen.

Nach palästinensischen Medienberichten kamen mehr als 20.000 Menschen zu dem „Marsch der Rückkehr“. Die Terrororganisation Hamas wollte mit der Aktion ihren Anspruch auf ein „Recht auf Rückkehr“ für palästinensische Flüchtlinge und deren Nachkommen in das Gebiet des heutigen Israels untermauern. Israel lehnt eine Rückkehr in das eigene Staatsgebiet ab.

Fotos zeigten zahlreiche Zelte im Grenzgebiet, Menschen schwenkten palästinensische Flaggen. Demonstranten verbrannten Bilder von US-Präsident Donald Trump. Die USA hatten im Dezember Jerusalem als Israels Hauptstadt anerkannt und damit den Zorn der Palästinenser auf sich gezogen. Die Palästinenser wollen Ost-Jerusalem als Hauptstadt für einen eigenen Staat neben Israel.

Die Massenproteste sind nach Angaben der Hamas eine Botschaft an Trump. Für den von Trump angekündigten Friedensplan für Israel und die Palästinenser gelte, so Hamas-Chef Ismail Hanija: „Wer werden keinen Zentimeter palästinensischen Bodens preisgeben und wir werden die politische Einheit Israel niemals anerkennen. Wir versprechen Trump und all denen, die seine Geschäfte und seinen Plan unterstützen, dass wir Jerusalem nicht aufgeben werden.“

Von dpa/AP/RND

30.03.2018
30.03.2018