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Politik Sudans gestürzter Präsident Al-Baschir angeklagt
Nachrichten Politik Sudans gestürzter Präsident Al-Baschir angeklagt
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19:35 13.05.2019
Der ehemalige Präsident von Sudan, Omar al-Bashir, wird nun angeklagt. Quelle: Burhan Ozbilici/AP/dpa
Khartum

Die sudanesische Staatsanwaltschaft hat den vor einem Monat gestürzten Langzeitpräsidenten Omar al-Baschir angeklagt. Die amtliche Nachrichtenagentur Suna meldete am Montagabend, al-Baschir werde Anstachelung zur Gewalt gegen Demonstranten und Mittäterschaft bei der Tötung Protestierender vorgeworfen.

Er war nach drei Jahrzehnten an der Macht am 11. April vom Militär gestürzt worden. Dem Putsch waren monatelange Massenproteste vorausgegangen, die auf Anordnung der Regierung teils brutal niedergeschlagen wurden. Al-Baschir wurde nach dem Putsch festgenommen.

Ermittlungen auch wegen Geldwäsche

Weil in seiner Residenz große Mengen Bargeld in verschiedenen Währungen gefunden wurde, ermittelt die Justiz auch wegen Geldwäsche und Korruptionsverdacht gegen ihn. Al-Baschir wird wegen Verbrechen im Darfur-Konflikt auch vom Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag mit Haftbefehl gesucht.

Die Sitzblockade der Opposition vor der Zentrale der Streitkräfte in Khartum dauerte unterdessen weiter an. In anderen Stadtteilen versuchten Sicherheitskräfte am Montag teils gewaltsam, von Demonstranten errichtete Barrikaden zu räumen.

Wieviel Militär kommt in die Übergangsregierung?

Vertreter der Opposition und die regierenden Generäle verhandeln immer noch über die Bildung einer Übergangsregierung, die den Weg für freie Wahlen ebnen soll. Die Demonstranten fordern eine Regierung mit allenfalls minimaler Beteiligung des Militärs. Die Generäle hingegen wollen sich alle sicherheitsrelevanten Ministerien - wie Inneres und Verteidigung - sichern. Zudem beanspruchen sie das Präsidentenamt.

Von RND/dpa

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