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Politik Strafzölle gegen die EU: Trump triumphiert zu früh
Nachrichten Politik Strafzölle gegen die EU: Trump triumphiert zu früh
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15:10 03.10.2019
USA kündigen neue Strafzölle gegen EU an. Quelle: Guillaume Horcajuelo/epa/dpa/RND Montage
Brüssel

Schon kurz nach dem Aufstehen brach Donald Trump am Donnerstagmorgen in Triumphgeschrei aus. Die Welthandelsorganisation WTO habe den USA ein Preisgeld von 7,5 Milliarden US-Dollar zugesprochen, schrieb der US-Präsident auf Twitter. Und bezahlen müsse die EU: „Ein schöner Sieg.“

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Wenn er sich da mal nicht täuscht. Trump durchdringt entweder die Faktenlage nicht, was wahrscheinlich ist. Oder er hat wieder einmal nicht auf seine Berater gehört, was auch wahrscheinlich ist.

Deutschland könnte 2 Milliarden Euro verlieren

Vordergründig ist die Entscheidung der WTO natürlich ein Vorteil für die USA. Weil die EU rechtswidrig den europäischen Flugzeugbauer Airbus subventioniert hat, dürfen die USA nun Strafzölle auf Produkte aus der EU erheben. Das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands und Frankreichs dürfte um jeweils knapp 2 Milliarden Euro sinken, wenn die USA Zölle auf Würstchen und Wein aus europäischen Landen erheben. So weit, so klar, so unschön.

Doch das Triumphgebrüll Trumps ist verfrüht. Im kommenden Jahr wird die EU aller Voraussicht nach Strafzölle gegen die USA erheben dürfen. Weil die Amerikaner ihren Flugzeugbauer Boeing auch subventioniert haben.

Nur China darf sich freuen

Dann könnte ein sinnloser, teurer Handelskrieg zwischen den USA und Europa ausbrechen. Darüber wird sich nur China freuen. Am Rande bemerkt: Wirtschaftswissenschaftler haben errechnet, dass die Amerikaner unterm Strich mehr Geld in dieser Auseinandersetzung verlieren werden als die Europäer. Wie Trump das ausgerechnet in einem Wahljahr seiner Basis als „schönen Sieg“ verkaufen will, ist sein Geheimnis.

Ein Kompromiss ist nötig

Ein Ausweg wären Verhandlungen zwischen der EU und den USA. Aber das könnte am Ende bedeuten, dass ein Kompromiss zustande kommen muss. Doch das ist, wie die Welt in den letzten drei Jahren leidvoll erfahren hat, ein Schimpfwort für Trump.

Von Damir Fras/RND

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