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Politik Spaß trotz(t) Terror?
Nachrichten Politik Spaß trotz(t) Terror?
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18:56 05.06.2017
Turin: Beim Public Viewing zum Champions-League-Finale reichte ein Knallkörper, um eine Massenpanik auszulösen. Quelle: dpa
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Berlin

Wir wollen und wir sollen uns nicht unterkriegen lassen von den Feinden unserer Freiheit. Das betonen Politiker, Kulturschaffende und ganz normale Bürger nach jedem Anschlag aufs Neue. Wir ändern unseren Lebensstil nicht. Wir verzichten nicht auf Spaß. Und schon gar nicht: haben wir Angst.

Wirklich nicht?

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Sein wir doch mal ehrlich: In Wahrheit gehört das mulmige Gefühl bei Großveranstaltungen längst dazu. Klar gehen wir noch hin, klar feiern wir Feste, aber wir ertappen uns plötzlich bei dem Gedanken: Was wäre, wenn? Unser Bedürfnis nach Sicherheit wächst. Unsere Nervosität steigt. Und zwar allen „Jetzt erst recht“-Bekundungen zum Trotz. In Turin reichte ein simpler Knallkörper, um eine Massenpanik mit mehr als 1000 Verletzten auszulösen.

Die Frage was daraus folgt, führt in ein echtes Dilemma. Doch lieber zu Hause bleiben? Dann hätten die Terroristen gewonnen. Verdrängen und feiern als wenn nichts wäre? Können viele nicht – und wäre auch unehrlich und selbst gegenüber. Es nützt daher nichts: Wir werden weitermachen müssen wie bisher. Die Gefahr erkennen, wachsam sein, auf die Sicherheitsbehörden vertrauen, und uns den Spaß trotzdem nicht verderben lassen.

Es ist keine zufriedenstellende Lösung. Aber eine andere gibt es nicht.

Von Andreas Niesmann/RND

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