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Politik Umfrage-Tiefpunkt: CDU drei Punkte hinter Grünen
Nachrichten Politik Umfrage-Tiefpunkt: CDU drei Punkte hinter Grünen
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17:47 08.06.2019
Lachen und Bangen: Annalena Baerbock, Bundesvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen, neben Annegret Kramp-Karrenbauer, Bundesvorsitzende der CDU. Quelle: Gregor Fischer/dpa
Berlin

Würden die Deutschen an diesem Pfingstwochenende einen neuen Bundestag wählen, wären die Grünen mit satten 27 Prozent der Wahlgewinner – und die CDU würde das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte einfahren. Davon geht jedenfalls das Meinungsforschungsinstitut Forsa nach seiner neuesten Umfrage aus.

Im neuen „RTL/ntv-Trendbarometer“, das Forsa für die Sender erstellt, sinken die Christdemokraten auf einen historischen Tiefstand von nur noch 24 Prozent – 2 Prozentpunkte schlechter als eine Woche zuvor in der gleichen Umfrage. Damit liegt die CDU sogar unter den Werten, die Forsa im Februar 2000 nach der Diskussion über Helmut Kohl und den Spendenskandal gemessen hatte.

SPD und AfD liegen gleichauf

Das Ergebnis entspricht zudem dem Trend aller anderen großen Umfrage-Institute, wonach die Grünen seit ihrem guten Abschneiden die stärkste Kraft in der Sonntagsfrage sind. Auch Forsa hatte das erstmals in der Woche nach der Europawahl so ermittelt. Seitdem hat sich der Vorsprung der Grünen vor der CDU/CSU sogar auf drei Prozentpunkte vergrößert.

Die SPD liegt unverändert bei 12 Prozent und damit fast acht Punkte schlechter als bei der Bundestagswahl und inzwischen gleichauf mit der AfD. Die Linke verbessert sich um einen Prozentpunkt auf acht Prozent, wo auch die FDP liegt.

Grünen-Zulauf kommt vor allem von SPD

Der gesammelte Wert für alle anderen Parteien ist mit 9 Prozent vergleichsweise hoch, zur Bundestagswahl lag er bei 5,2 Prozent. 18 Prozent aller Wahlberechtigten sind derzeit unentschlossen oder würden gar nicht wählen gehen.

Die Ursache für den Zustrom zu den Grünen sieht Forsa zum einen in der Aktivierung vieler Nichtwähler (25 Prozent der Grünen-Sympathisanten wollten zuvor nicht wählen), etwa ebensoviele haben zuvor CDU oder CSU gewählt. Der stärkste Zustrom, nämlich ein Drittel aller Grünen-Anhänger, kommt von der SPD.

Nur 2 Prozent trauen SPD noch Kompetenz zu

Insgesamt sind die Grünen eine eher weibliche West-Partei: In Westdeutschland kommen sie auf 30, im Osten nur auf 15 Prozent. Ein Drittel der Frauen würde grün wählen, aber nur 21 Prozent der Männer. Die Grünen-Anhänger stammen überwiegend aus den oberen Bildungsschichten: 32 Prozent von ihnen haben Abitur oder Hochschulstudium, 16 Prozent haben einen Hauptschulabschluss.

Auch bei der Einschätzung der politischen Kompetenz der einzelnen Parteien überflügeln die Grünen im neuen RTL/ntv-Trendbarometer die Union: 19 Prozent der Bundesbürger trauen den Grünen zu, mit den Problemen in Deutschland am besten fertig zu werden. CDU/CSU trauen das nur noch 16 Prozent zu, die SPD liegt in dieser Frage bei verheerenden zwei Prozent.

In K-Frage schlägt Olaf Scholz die CDU-Chefin

Selbst in der Kanzlerfrage führt die Öko-Partei: Könnten die Deutschen ihre Bundeskanzlerin oder ihren Bundeskanzler direkt wählen, hätte Grünen-Chef Robert Habeck bessere Chancen als CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer und Finanzminister Olaf Scholz (SPD). Robert Habeck würde AKK mit 34 zu 21 Prozent schlagen. Gegen Olaf Scholz läge Habeck mit 28 zu 23 Prozent vorn.

Vor die Wahl zwischen AKK und Scholz gestellt, würden sich 28 Prozent für den SPD-Finanzminister und nur 19 Prozent für Kramp-Karrenbauer entscheiden. Sie fällt damit erstmals bei Forsa unter die 20-Prozent-Marke.

Von RND/sgey.

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