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Politik Schon über 500 Tote im Rebellenkrieg
Nachrichten Politik Schon über 500 Tote im Rebellenkrieg
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14:50 11.07.2017
Regierungstruppen bombardieren ein Rebellengebäude in Marawi. Quelle: AP
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Marawi

Seit knapp zwei Monaten halten die Gefechte zwischen philippinischen Regierungstruppen und islamistischen Rebellen den Süden des Inselstaats im Klammergriff. Nach Militärangaben sind inzwischen mehr als 500 Menschen getötet worden. Unter den Opfern seien 39 Zivilisten sowie 90 Soldaten und Polizisten, teilte die philippinische Armee am Dienstag mit. Mindestens 381 Islamisten kamen demnach ums Leben.

Am 23. Mai hatte Präsident Rodrigo Duterte das Kriegsrecht über die Region Mindanao verhängt, nachdem mindestens 100 islamistische Rebellen die Großstadt Marawi angegriffen hatten. Die Anordnung erlischt in zehn Tagen. Verteidigungsminister Delfin Lorenzana dementierte einen Medienbericht, wonach bis zu 2000 Zivilisten ums Leben gekommen seien. Forderungen mehrerer Abgeordneter, das Kriegsrecht in der Region um weitere fünf Jahre zu verlängern, erteilte er eine Absage.

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Lokale Rebellen verbündeten sich mit dem IS

Unterdessen sind Hunderttausende aus der zu großen Teilen von Muslimen bevölkerten Stadt geflohen. Die Regierungstruppen können ihnen in den Evakuierungszentren zwar Zuflucht und Schutz bieten, Angst und Ungewissheit beherrschen aber die Bevölkerung im Süden der Philippinen.

Zumal der sonst als resoluter Aufräumer bekannte Präsident Rodrigo Duterte momentan ratlos scheint ob der komplexen Lage in der Region Mindanao. „Zuerst waren das nur einheimische Terroristen. Aber seit sie sich mit dem IS in Syrien verbündet haben, werden sie immer stärker“, räumte der stellvertretende Befehlshaber Cerilo Thomas Donato ein.

Staatschef Duterte brach vor ein paar Monaten die Verhandlungen mit anderen Terrorgruppen ab und verschärfte die Lage in der Region dadurch möglicherweise. Die Politik Dutertes fruchtet momentan kaum. Den unzähligen Flüchtlingen aus Marawi versprach er zuletzt neue Unterkünfte, konnte sich aber bislang nicht zu einer Strategie im Kampf gegen den aufstrebenden Islamismus durchringen.

Von RND/dpa

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