Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Politik „Klimawandel wartet nicht auf das Ende der Bauchschmerzen in der CDU“
Nachrichten Politik „Klimawandel wartet nicht auf das Ende der Bauchschmerzen in der CDU“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:38 19.06.2019
„Es reicht aber nicht, sich auf Ziele zu verständigen, die dann nicht eingehalten werden“: Die Vize-Ministerpräsidentin des Saarlandes, Anke Rehlinger. Quelle: Harald Tittel/dpa
Anzeige
Berlin

Die Vize-Ministerpräsidentin des Saarlandes, Anke Rehlinger (SPD), hat die Klimaschutz-Äußerungen von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer in der Wochenzeitung „Die Zeit“ scharf zurückgewiesen.

„Der Text der CDU-Vorsitzenden ist offensichtlich der Versuch, das Thema Klimaschutz zu transportieren, ohne irgendwem in der CDU weh zu tun. Der Klimawandel wartet aber nicht auf das Ende der Bauchschmerzen in der CDU“, sagte die saarländische Wirtschaftsministerin dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Anzeige

Kramp-Karrenbauer hatte in ihrem Gastbeitrag „eine neue Integration von Wirtschafts-, Umwelt- und Sozialpolitik, die die Kreisläufe der Natur intakt erhält“ angemahnt und eine Stärkung der Kreislaufwirtschaft gefordert.

Lesen Sie auch: Warum der Klimawandel kein Modethema und auch kein Fake ist

Rehlinger warf Kramp-Karrenbauer und der Union mangelnde Bereitschaft zur Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen vor. „Frau Kramp-Karrenbauer hat ein wohlklingendes Grußwort mit vielen hehren Absichts- und Zielbeschreibungen geschrieben. Es braucht aber endlich die Bereitschaft der CDU zu konkreten Maßnahmen im Klimaschutzgesetz“, sagte sie. Rehlinger nannte als Beispiele „ein Milliardenpaket für mehr öffentlichen Personennahverkehr und Radverkehr oder eine sozial ausgewogene CO2-Bepreisung“.

Lesen Sie auch: Lehre aus Rezo-Debatte: Kramp-Karrenbauer will künftig ihren Sohn um Rat fragen

Aber auch mit ihrer Partei, der SPD, geht Rehlinger hart ins Gericht. „Die große Koalition hat sich zu lange zu hehren Klimazielen bekannt, ohne konkrete Maßnahmen zu benennen. Das trifft auf die Union, aber auch in Teilen auf die SPD zu“, beklagte die Saarländerin. „Es reicht aber nicht, sich auf Ziele zu verständigen, die dann nicht eingehalten werden“, betonte sie auch mit Blick auf ihre Partei.

Lesen Sie auch: Kommentar: Ziele ersetzen kein Handeln

Von kor/RND