Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Politik Rückkehr von Dschihadisten-Kindern erwartet
Nachrichten Politik Rückkehr von Dschihadisten-Kindern erwartet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:43 08.01.2018
Der IS hat viele Kinde, wie hier in Afghanistan, indoktriniert. Quelle: dpa
Anzeige
Berlin

Die Bundesregierung vermutet, dass mehr als 100 Kinder von aus Deutschland ausgereisten Anhängern der Terrormiliz IS in die Heimat zurückkehren könnten. Das geht aus einer Antwort auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor, die der „Welt“ vorliegt. Danach verfügt die Regierung „derzeit über Informationen, die eine niedrige dreistellige Anzahl von Minderjährigen erwarten lassen, wobei der Großteil im Baby- beziehungsweise Kleinkindalter sein dürfte“.

Grünen-Innenexpertin Irene Mihalic kritisierte diese Angaben als unzureichend. Die Bundesregierung berufe sich auf vage Informationen, ohne sich selber eine Faktenbasis zu schaffen. Dabei benötige man dringend fundierte Erkenntnisse, damit eine Wiedereingliederung in die Gesellschaft gelingen könne. Mihalic forderte ein bundesweites Präventionsnetzwerk. Radikalisierung müsse bekämpft werden, „bevor sie sich in konkreten Anschlägen entlädt“, mahnte sie.

Anzeige

Nach den immensen Gebietsverlusten der Terrormiliz Islamischer Staat in Syrien und im Irak beobachten Verfassungsschützer mit Sorge die Rückkehr von Frauen und Kindern dortiger Kämpfer. Eine große Rückreisewelle von Dschihadisten habe noch nicht eingesetzt, „beobachten lassen sich aber Rückreisen von Frauen, Jugendlichen und Kindern“, hatte Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen im Dezember der Deutschen Presse-Agentur gesagt. Hintergrund seien Bestrebungen der Kämpfer, ihre Angehörigen in Sicherheit zu bringen.

Von RND/dpa

07.01.2018
Politik Außenministertreffen - Der Frieden von Goslar
07.01.2018
07.01.2018
Anzeige