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Politik Rentenversicherung: Starker Anstieg bei medizinischen Rehabilitationen
Nachrichten Politik Rentenversicherung: Starker Anstieg bei medizinischen Rehabilitationen
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05:00 27.06.2019
Immer mehr Arbeitnehmer in Deutschland nehmen medizinische Rehabilitationen in Anspruch. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
Berlin

Immer mehr Arbeitnehmer in Deutschland erhalten wegen Erkrankungen oder psychischen Problemen medizinische Rehabilitationen. „Die Anzahl der bewilligten Leistungen zur medizinischen Rehabilitation ist seit der Jahrtausendwende um mehr als 17 Prozent gestiegen“, sagte Christian Amsinck, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Rentenversicherung Bund, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Im vergangenen Jahr sind demnach in rund 492.000 Fällen entsprechende Reha-Leistungen gewährt worden. Im Jahr 2000 waren es noch rund 419.000 Fälle. „Der Anstieg ist vor allem Folge der demografischen Entwicklung“, so Amsinck. Sie führe dazu, dass die Generation der Babyboomer verstärkt in ein Alter komme, in dem Reha-Leistungen häufiger notwendig werden.

Co-Vorstandschefin Dagmar König sagte dem RND, von der Rehabilitation der Rentenversicherung würden nicht nur die Versicherten profitieren, „die wieder am Erwerbsleben teilnehmen können, sondern auch die Versichertengemeinschaft wird entlastet“. Wer wieder arbeite, zahle weiter Beiträge und vermeide eine Erwerbsminderung, für die die Rentenversicherung eine Rente zahle. „Auch bleiben den Arbeitgebern durch die Reha qualifizierte Arbeitskräfte erhalten“, so Amsinck.

Die meisten Fälle wegen orthopädischer Erkrankungen

Die weitaus meisten medizinischen Rehabilitationen werden den Angaben zufolge wegen orthopädischen Erkrankungen durchgeführt. Ihr Anteil liegt bei rund 41 Prozent. Ihnen folgen Behandlungen wegen psychischer Störungen mit rund 20 Prozent sowie onkologische Erkrankungen mit rund 16 Prozent. Bei rund zehn Prozent der Reha-Fälle geht es um Herz- und Kreislauferkrankungen, bei rund drei Prozent um Stoffwechselstörungen.

Lesen Sie auch: Reha – so klappt es mit dem Platz in der Wunschklinik

Von Rasmus Buchsteiner/RND

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