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Politik Rechte Netzwerke: Elitesoldat “Hannibal” verlässt Bundeswehr
Nachrichten Politik Rechte Netzwerke: Elitesoldat “Hannibal” verlässt Bundeswehr
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16:19 21.10.2019
Bundeswehrsoldat der Eliteeinheit Kommando Spezialkräfte (KSK) beim Training. Quelle: dpa
Berlin

Ein im Zusammenhang mit Ermittlungen wegen rechter Netzwerke ins öffentliche Schlaglicht geratener Unteroffizier scheidet aus der Bundeswehr aus. Andre S., der lange im Kommando Spezialkräfte (KSK) eingesetzt war und Mitgründer des Vereins Uniter ist, beendet den Dienst am 30. September. Dann laufe seine Verpflichtung als Zeitsoldat aus, sagte S. der Deutschen Presse-Agentur.

Wegen Verstoßes gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz war ein Strafbefehl gegen den früheren Kommandosoldaten erlassen worden. Das Amtsgericht Böblingen verhängte eine Geldstrafe von 120 Tagessätzen, wie die Staatsanwaltschaft Stuttgart am Montag mitgeteilt hatte. Nach Hausdurchsuchungen waren ihm unerlaubter Besitz von Munition und Handgranatenzündern vorgeworfen worden. S. hat Widerspruch einlegen lassen.

Mehr zum Thema: Die rechtsradikale “Kreuz”-Connection und die Bundeswehr

Die Durchsuchungen waren Teil der Ermittlungen im Fall Franco A., dem vorgeworfen wird, aus einer rechtsextremen Gesinnung heraus Anschläge geplant zu haben. Derzeit prüft der Bundesgerichtshof, ob Franco A. wegen Terrorverdachts der Prozess gemacht werden kann.

Gegen Andre S. - Spitzname "Hannibal" - gibt es keine Ermittlungen wegen politisch motivierter Straftaten. In einem Prozess zu dem Themenkomplex in Köln war er als Zeuge gehört worden. Zuvor war S. Auskunftsperson des Militärischen Abschirmdienstes (MAD).

Mehr zum Thema: Anschlag in Berlin – der perfide Plan von Franco A.

Uniter wurde nach eigenen Angaben im Jahr 2010 aus zwei Netzwerken für Kommandoeinheiten der Bundeswehr und Polizei sowie einer Gruppe aus dem europäischen Nato-Kommando Shape gegründet. Die Vereinsführung weist Verbindungen in kriminell-extremistische Strukturen zurück, nachdem Medien über eine "Schattenarmee" berichtet hatten. Ermittler haben dafür keine Belege gefunden.

RND/cle/dpa

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