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Politik Razzien gegen Migranten in New York – Demonstrationen in Chicago
Nachrichten Politik Razzien gegen Migranten in New York – Demonstrationen in Chicago
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14:50 14.07.2019
Tausende von Menschen, darunter Einwanderer und ihre Unterstützer, demonstrieren in Chicago gegen die Einwanderungspolitik von Präsident Trump. Quelle: Abel Uribe/Chicago Tribune/AP/dp
New York/Chicago

In New York haben Polizeirazzien gegen vor der Abschiebung stehende Migranten offenbar früher als geplant stattgefunden. Die Polizei- und Zollbehörde ICE habe bereits am Samstag begonnen, durchzugreifen, schrieb der New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio und verwies auf Berichte, die er bekommen habe. Offiziell sollten die Maßnahmen erst am Sonntag beginnen.

Den Mitarbeitern der ICE sei es aber nicht gelungen, betroffene Anwohner im Viertel Sunset Park in Brooklyn sowie Harlem einzusammeln. De Blasio hatte zuvor angekündigt, die Stadt werde nicht mit der ICE kooperieren.

In mindestens zehn US-Städten sollte die Behörde gegen Migranten durchgreifen, die Anordnungen zum Verlassen des Landes erhalten haben.

Die von vielen als harsch empfundene Maßnahme hatte bereits vorab zu Protesten geführt. In Chicago zogen am Samstag Tausende durch die Innenstadt. Teilnehmer hielten Transparente mit Aufschriften wie „Keine Kinder in Käfigen“ in die Höhe, etliche skandierten auch Parolen gegen die ICE. Auch in Phoenix gab es Demonstrationen, wo die Polizei 16 Personen festnahm.

In Tacoma im US-Staat Washington starb ein Mann, nachdem er Brandsätze gegen eine Haftanstalt für Migranten geworfen und sich eine Schießerei mit der Polizei geliefert hatte. Zu dem Vorfall vor der Anlage, in der Migranten vor ihrer Abschiebung festgehalten werden, kam es am frühen Samstagmorgen. Nur wenige Stunden zuvor hatten sich auch dort Protestierende friedlich versammelt, um gegen die Migrationspolitik zu demonstrieren.

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Von RND/AP