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Politik Personenschützer des BKA verliert seine Dienstwaffe in Berliner Hotel
Nachrichten Politik Personenschützer des BKA verliert seine Dienstwaffe in Berliner Hotel
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12:16 09.05.2019
Eine österreichische Waffe mit bis zu 17 Patronen im Magazin: Ein Personenschützer des Bundeskriminalamtes hat seine Dienstpistole vom Typ Glock 17 in einem Berliner Hotel verloren. Der Verbleib der Waffe ist völlig unklar. Quelle: Grombein Florian
Berlin

Dumm gelaufen: Eigentlich sollte er mit seiner Dienstwaffe vom Typ Glock 17 für die Sicherheit von Politikern sorgen.

Doch jetzt hat der Polizist aus Niedersachsen plötzlich ein gewaltiges Problem: Seit dem frühen Mittwochmorgen ist seine Pistole weg.

Wie der Tagesspiegel berichtet, meldete der Polizeibeamte am Mittwochmorgen gegen 4 Uhr, dass seine Waffe verloren gegangen sei.

Sie sei ihm in einem Drei-Sterne-Hotel an der Grenzallee in Berlin-Neukölln abhanden gekommen – angeblich durch Diebstahl.

Polizist stammt vermutlich aus Niedersachsen

Wie die Zeitung berichtet, soll der Oberkommissar dem Personenschutz des Landeskriminalamtes (LKA) Niedersachsen angehören. Er sei in der Sicherungsgruppe 1 tätig.

Diese Spezialeinheit ist für den Schutz amtierender und ehemaliger Bundespräsidenten verantwortlich. Anders als zuvor berichtet, war der Polizist jedoch aktuell nicht für Frank-Walter Steinmeier zuständig.

Bodyguard von Christian Wulff?

Nach RND-Informationen könnte sich bei dem Beamten um einen für Altbundespräsident Christian Wulff zuständigen Bodyguard handeln. Auf Anfrage verwies Wulffs Berliner Büro jedoch auf das BKA.

Das Bundeskriminalamt bestätigte dem RND lediglich, dass einem Landesbeamten, derzeit in Diensten des BKA beim Personenschutz, eine Dienstwaffe abhandengekommen sei.

Bodyguard ist vorläufig vom Dienst freigestellt

„Dazu werden bei der Staatsanwaltschaft Berlin Ermittlungen geführt. Zu den laufenden Ermittlungen werden keine Auskünfte erteilt”, erklärte ein Sprecher. Der Beamte sei bis zur Klärung des Sachverhalts von seinen Personenschutzaufgaben entbunden worden.

Mit einer Waffe vom Typ Glock 17 wurde vor drei Jahren der Amoklauf in München verübt und neun Menschen getötet. Der Attentäter David S. hatte die Waffe seinerzeit für 4000 Euro im Darknet gekauft.

Von Jörg Köpke/RND

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