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Politik Obama auf Abschiedstour in Deutschland
Nachrichten Politik Obama auf Abschiedstour in Deutschland
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20:00 14.11.2016
Zu Gast bei Freunden: Beim letzten Deutschland-Besuch sprach Barack Obama in Berlin. Quelle: dpa
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Berlin

So viele Absperrungen, so viele Polizisten, so große Wachsamkeit bei den deutschen Sicherheitsbehörden gibt es selten. Beim ersten Besuch des US-Präsidenten Barack Obama in Berlin im Juni 2013 wurden große Teile des Regierungsviertels tagelang abgesperrt. Nun steht Obamas Abschiedsbesuch in Deutschland und in Berlin an – und wieder schwärmt der Geheimdienst Secret Service schon Tage vorher aus, wieder entwirft die Berliner Polizei umfangreiche Einsatzpläne.

Am Mittwochabend landet Obama auf dem militärischen Teil des Berliner Flughafens Tegel. Der Abflug von Berlin zum Asien-Pazifik-Gipfel (Apec) in Peru ist für Freitagmittag geplant.

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Obama trifft Merkel am Donnerstagnachmittag

Vom Terminplan dieses zweiten Berlin-Besuchs in seiner achtjährigen Amtszeit sind bisher nur einige Punkte bekannt. Am Donnerstagnachmittag trifft Obama Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Abends gibt es ein Essen im Kanzleramt. Freitagmorgens reisen Staats- und Regierungschefs von Italien, Frankreich, Spanien und Großbritannien an und treffen sich mit Obama und Merkel.

Auf ein Wasser mit Angela: Barack Obama und Angela Merkel haben sich in den vergangenen Jahren stets prima verstanden. Quelle: dpa

Rings um das Regierungsviertel und das Brandenburger Tor richtet die Polizei eine Sicherheitszone ein, wo weder Autos noch Fahrräder noch größere Behälter abgestellt werden dürfen. Das Hotel „Adlon“ liegt innerhalb dieser Zone und wird dem POTUS als Quartier dienen. Das „Adlon“ in unmittelbarer Nähe des Brandenburger Tors gilt als eines der besten Hotels der Hauptstadt. Zahlreiche Staatsgäste, Würdenträger und Showstars haben dort bereits logiert, darunter die US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt und Bill Clinton sowie Pop-Ikone Michael Jackson.

Polizei schweigt zu Sicherheitsplänen

Über die umfangreichen Sicherheitsvorkehrungen bei so einem Besuch sagt die Polizei wie üblich nichts. Das meiste lässt sich aber anhand früherer Staatsbesuche von amerikanischen Präsidenten und mit Blick auf Obamas Besuch von 2013 voraussagen.

Für den Präsidenten gilt die höchste Sicherheitsstufe 1+. Der Secret Service, der für den Schutz des Präsidenten zuständig ist, war schon in der vergangenen Woche in Berlin, um die Lage zu sondieren und mit den Experten vom Bundeskriminalamt und dem Berliner Landeskriminalamt die Vorkehrungen festzulegen.

Die Berliner müssen sich auf Verkehrsbehinderungen einstellen. Die Zeiten der Sperrungen hängen vom Weg ab, den die Autokolonne Obamas von einem Termin zum anderen nimmt. Während der ganzen Besuchszeit fährt die kurze U-Bahnlinie 55 zwischen dem Brandenburger Tor und dem Hauptbahnhof nicht. Die S-Bahnen der Nord-Süd-Linien halten am Bahnhof Brandenburger Tor nicht.

Zuletzt wohnte Obama am Potsdamer Platz

2013 wohnte Obama mit seiner Familie im Hotel Ritz Carlton am Potsdamer Platz. Das gesamte Karree wurde tagelang abgeriegelt, der Verkehr umgeleitet. Anwohner des Flughafens, der Brandenburger Tors und des Charlottenburger Schlosses mussten zu den jeweiligen Zeiten ihre Fenster geschlossen halten und durften Balkone nicht betreten.

Gut bewacht: Der Secret Service sucht das Umfeld Obamas nach möglichen Bedrohungen ab. Quelle: afp

Vor der Rede am Brandenburger Tor suchte die Polizei mit Hunden nach verdächtigen Gegenständen, Gullydeckel wurden zugeschweißt und Papierkörbe entfernt. Im nahe gelegenen Regierungsviertel fuhren Polizeiboote auf der Spree, Polizeitaucher waren in der Spree im Einsatz. Die Anlegestellen für Ausflugsschiffe wurden geschlossen.

An den Wegstrecken innerhalb der deutschen Hauptstadt und am Brandenburger Tor postierten sich schon Stunden vor dem Erscheinen des Präsidenten Scharfschützen der Polizei. Ähnliche Bilder dürfte es jetzt wieder geben.

Die Berliner Polizei hatte damals nach eigenen Angaben 5500 eigene Leute und Unterstützung aus anderen Bundesländern im Einsatz. Diesmal werden es etwas weniger sein, weil kein großer öffentlicher Auftritt geplant ist. Mehr Sicherheit geht trotzdem kaum.

Von RND/dpa

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