Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Politik Neonazis ziehen unter Polizeischutz durch Berlin
Nachrichten Politik Neonazis ziehen unter Polizeischutz durch Berlin
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:36 03.10.2019
Demonstranten mit Deutschlandfahnen auf der rechtsextremen Demonstration. Quelle: imago images/IPON
Berlin

Begleitet von mehreren hundert Polizisten sind am Donnerstag rund 1000 Anhänger der rechten Initiative „Wir für Deutschland“ durch das Stadtzentrum von Berlin gezogen. Dutzende Gegendemonstranten begleiteten den Zug, an mehreren Orten entlang der Route fanden Protestkundgebungen statt. Die Polizei berichtete am Abend von acht vorübergehenden Festnahmen wegen Körperverletzung, Vermummung und Mitführens unerlaubter Gegenstände.

Unter den Teilnehmern der Demonstration waren auch Neonazis und Angehörige der sogenannten Reichsbürger-Szene sowie Demonstranten mit Motiven der islamfeindlichen „German Defence League“ und der Jugendorganisation der NPD. Bei einer Zwischenkundgebung am Checkpoint Charlie trat auch der frühere AfD-Politiker André Poggenburg auf.

2200 Polizisten im Einsatz

Hundertschaften der Polizei schirmten die Demonstranten auf dem Weg vom Berliner Hauptbahnhof über die Friedrichstraße zum Alexanderplatz ab. Eine Gegenkundgebung einer „Anwohnerinitiative für Zivilcourage“, zu der auch der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz aufgerufen hatten, zählte nach Veranstalterangaben rund 1000 Teilnehmer. Die Polizei konnte zunächst keine Zahlen nennen.

Insgesamt waren am Tag der Deutschen Einheit in Berlin etwa 2200 Beamte im Einsatz, unterstützt durch Polizeikräfte aus anderen Bundesländern. Bereits im vergangenen Jahr waren am 3. Oktober mit der Initiative „Wir für Deutschland“ etwa 2000 Rechtspopulisten und eine Reihe von Neonazis durch Berlin gezogen.

Weiterlesen:

NSU-U-Ausschuss: “Die Morde hätten verhindert werden können”

Lehrer wird wegen rechtsextremer Tattoos von Schule entlassen

Donald Trump geht in die Offensive: Der US-Präsident hat die Ukraine erneut zu Ermittlungen aufgerufen. Gleichzeitig weitet er seine Vorwürfe gegen den Demokraten Joe Biden aus – denn auch in China seien ebenso „schlimme“ Dinge passiert.

04.10.2019

Annegret Kramp-Karrenbauer und Markus Söder würdigen ehemalige DDR-Bürger. Der CSU-Chef findet, dass sie sich „einen echten Friedensnobelpreis“ verdient hätten. Für die AfD fanden die beiden weniger freundliche Worte.

03.10.2019

Hongkongs Regierung will ein Vermummungsverbot für Demonstranten. Gelingen soll das mit einem alten Notstandsgesetz aus der Kolonialzeit. Nach der Veröffentlichung der Nachricht kam es wieder zu Straßenschlachten.

03.10.2019