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Politik Nach Lübcke-Mord: Neuer Kasseler Regierungspräsident
Nachrichten Politik Nach Lübcke-Mord: Neuer Kasseler Regierungspräsident
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16:59 27.09.2019
Hermann-Josef Klüber (CDU), neuer Regierungspräsident von Kassel, steht vor der Amtseinführung zum neuen Regierungspräsidenten vor dem Konterfei seines Vorgängers. Quelle: Swen Pförtner/dpa
Kassel

Hermann-Josef Klüber (CDU) ist am Freitag vom hessischen Innenminister Peter Beuth (CDU) zum neuen Kasseler Regierungspräsidenten ernannt worden. Der bisherige Vizepräsident der Behörde folgt auf Walter Lübcke, der in der Nacht zum 2. Juni auf der Terrasse seines Wohnhauses erschossen worden war. Der mutmaßliche Täter Stephan E. sitzt derzeit in Untersuchungshaft. Bei der feierlichen Amtseinführung in Kassel war auch die Familie des ermordeten Lübcke anwesend, der ursprünglich an diesem Tag in den Ruhestand verabschiedet werden sollte.

Hasskommentare und Radikalisierung

In seiner Rede ging Innenminister Beuth zunächst auf den Tod Lübckes ein. "Seine Ermordung hat uns alle bis ins Mark getroffen", sagte er. Lübcke habe eine zutiefst menschliche Führungskultur verkörpert und sei ein nahbarer Behördenleiter gewesen. Die Ermittlungen zu dem abscheulichen Verbrechen seien noch im Gange.

Hasskommentare in den sozialen Medien bereiteten den Boden für Radikalisierungsprozesse und Gewalttaten, sagte Beuth: "Wir müssen den Nährboden austrocknen, auf dem sich eine solche Saat des Hasses ausbreitet." Es sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, diesem Hass und dieser Hetze entgegenzutreten.

Mehr zum Thema: War mutmaßlicher Lübcke-Mörder bei AfD-Demo in Chemnitz?

Klüber will Lübckes Andenken bewahren

Der 63-jährige Jurist Klüber hob in seiner Rede hervor, dass über seiner Amtsführung der Schatten des 2. Juni liege. Er wolle in seiner Arbeit das Andenken an Walter Lübcke bewahren und die freiheitlich-demokratische Grundordnung mit Engagement verteidigen. Als größte Herausforderungen für die Arbeit des Regierungspräsidiums für die kommenden Jahre benannte er die Digitalisierung und den demografischen Wandel. Bis 2025 werde die Behörde voraussichtlich die Hälfte ihrer 1.500 Mitarbeiter wegen Eintritts in den Ruhestand verlieren.

RND/epd

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