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Politik Mueller dementiert Medienbericht zu Trumps Lügen-Aufruf
Nachrichten Politik Mueller dementiert Medienbericht zu Trumps Lügen-Aufruf
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08:37 19.01.2019
FBI-Sonderermittler Robert Mueller wies einen Bericht des Portals „BuzzFeed“ zurück. Quelle: AP
Washington

Das Büro von Sonderermittler Robert Mueller hat einen Bericht des US-Portals „BuzzFeed“ als falsch zurückgewiesen. In dem Artikel hieß es, dass US-Präsident Donald Trump seinen früheren Anwalt Michael Cohen angeordnet habe, den Kongress anzulügen. „BuzzFeeds Beschreibung spezieller Aussagen gegenüber dem Büro des Sonderermittlers und Darstellung von Dokumenten und Zeugenaussagen, die von diesem Büro erlangt wurden, mit Blick auf Michael Cohens Kongressaussage, sind nicht richtig“, teilte Bürosprecher Peter Carr am Freitagabend mit. Es war eine seltene öffentliche Erklärung des Büros.

Mueller untersucht mögliche Einmischungen Russlands in den US-Wahlkampf und Kontakte mit dem Team Trumps. „BuzzFeed News“ hatte unter Berufung auf Kreise der Strafverfolgungsbehörden berichtet, dass Trump Cohen aufgefordert habe, den Kongress über ein Immobilienprojekt in Moskau anzulügen. Cohen habe Mueller gesagt, dass Trump persönlich ihm die Anweisung erteilt habe, über den Zeitrahmen des Projekts zu lügen. Muellers Ermittler erfuhren dem Bericht zufolge unter anderem „über Interviews mit mehreren Zeugen aus der Trump Organization und interne E-Mails des Unternehmens“ von Trumps mutmaßlicher Anweisung.

„BuzzFeed“-Sprecher Matt Mittenthal teilte mit, das Medienunternehmen bleibe bei seiner Berichterstattung. Auch der Chefredakteur, Ben Smith, ließ wissen, dass man an der Berichterstattung festhalte und an den Quellen. „Wir fordern den Sonderermittler auf, klar zu machen, was er bestreitet“, sagte Smith.

Lob von Trump und Anwalt Giuliani

Nach der Mitteilung von Muellers Büro schrieb Trump bei Twitter, es sei „ein sehr trauriger Tag für den Journalismus, aber ein großartiger Tag für unser Land“.

Trumps Anwalt Rudy Giuliani schrieb bei Twitter, er lobe das Büro von Mueller dafür, „die falsche „BuzzFeed“-Geschichte korrigiert zu haben“. Er rief die Presse auf, „zur Kenntnis zu nehmen, dass ihr hysterischer Wunsch, diesen Präsidenten zu zerstören, zu weit gegangen ist“.

Vor der Mitteilung von Muellers Büro hatten der demokratische Vorsitzende des Geheimdienstausschusses des Repräsentantenhauses, Adam Schiff, und der demokratische Vorsitzende des Justizausschusses des Repräsentantenhauses, Jerrold Nadler, gesagt, sie würden die Berichterstattung untersuchen. Einige Demokraten sagten, sollte der Bericht wahr sein, sollte Trump des Amtes enthoben werden.

Trump hatte Cohen am Freitagmorgen bei Twitter vorgeworfen, zu lügen, „um seine Gefängnisstrafe zu reduzieren“. Cohen hatte im November zugegeben, den Kongress angelogen zu haben, um zu verbergen, dass er während des Präsidentschaftswahlkampfs für Trump über das Immobilienprojekt Trump Tower verhandelt habe. Cohen wurde zu drei Jahren Haft verurteilt, weil er unter anderem die Zahlung von Schweigegeld wegen mutmaßlicher Affären von Trump organisiert haben soll.

Cohen soll am 7. Februar vor dem Ausschuss für Aufsicht und Reform des Repräsentantenhauses aussagen.

Von RND/AP

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