Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Politik Microsoft: Iranische Hacker griffen US-Wahlkampfteam an
Nachrichten Politik Microsoft: Iranische Hacker griffen US-Wahlkampfteam an
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:33 04.10.2019
Der Hackerangriff traf zudem frühere und aktuelle US-Regierungsmitarbeiter ebenso wie Exil-Iraner und Journalisten. Quelle: imago images/imagebroker
Washington

Eine Hackergruppe mit Verbindungen zur iranischen Regierung hat sich nach Angaben von Microsoft mit Blick auf die Wahlen im kommenden Jahr darum bemüht, Email-Konten zu knacken. Die aus dem Iran operierende Gruppe "Phosphorous" habe innerhalb eines Monats rund 2700 Email-Konten identifiziert und 241 davon angegriffen, erklärte Microsoft am Freitag. Die Accounts gehörten demnach zum Wahlkampfteam eines Präsidentschaftskandidaten, zu aktuellen und früheren US-Regierungsmitarbeitern, Journalisten und Exil-Iranern. Nur vier Email-Konten seien kompromittiert worden.

"Obwohl die Angriffe, die wir heute bekanntmachen, technisch nicht sehr ausgeklügelt waren, haben sie versucht, eine bedeutende Menge persönlicher Daten abzugreifen", erklärte Microsoft. Die Hacker hätten damit feststellen wollen, welche Konten zu ihren Zielpersonen gehörten und in einigen Fällen auch Angriffe geplant. "Diese Bemühungen legen nahe, dass Phosphorous hoch motiviert und willens ist, bedeutsame Arbeitszeit und Ressourcen in Nachforschungen und andere Methoden der Informationsgewinnung zu investieren", hieß es.

Lesen Sie auch: Schutz der eigenen Daten: So machen Sie Ihr Smartphone „grenzsicher“

Warum Microsoft den Fall bekannt macht

Microsoft mache den Vorgang bekannt, um Transparenz in Fällen zu garantieren, die auf eine "Störung der demokratischen Prozesse" durch andere Staaten abzielten. Das Softwareunternehmen teilte indes nicht mit, welche Präsidentschaftskampagne von den Hackern angegriffen wurde. "Phosphorous" habe sich darauf konzentriert, Konten auf dem Weg der Passwortwiederherstellung zu übernehmen. In einigen Fällen hätten sie auch Telefonnummern der Ziele gesammelt.

Vertreter der US-Regierung haben in der Vergangenheit gewarnt, China, Russland oder der Iran könnten versuchen, die Präsidentschaftswahl im November 2020 zu beeinflussen. Mit Russland in Verbindung stehende Hacker und Trolle hatte auf die Wahl 2016 Einfluss genommen.

Auch interessant: Hacker findet Sicherheitslücke in iPhones – und Apple kann sie nicht beheben

RND/dpa

„Fridays for Hubraum“ ist wieder online, doch trotz des Neustarts und einer klaren Distanzierung wird die Gruppe ihre Fans von Rechts nicht los. AfD-Abgeordnete werben im Netz für die Gegenbewegung von Fridays for Future. Und auch viele Kommentare sprechen eine deutliche Sprache.

06.10.2019

Horst Seehofer ist nach Ankara und Athen gereist, um über Flüchtlingshilfe zu sprechen. Die Unterstützung beider Länder in der Flüchtlingsfrage helfe auch Deutschland, sagt der Bundesinnenminister. Doch während Athen sich erleichtert zeigte, war man sich in Ankara nicht in allem einig.

04.10.2019

Der US-Präsident appelliert an China, sich in amerikanische Wahlen einzumischen und erpresst militärisch bedrohte Demokratien zum eigenen Nutzen. Trump tut alles, um prosaische Dystopien zu übertreffen. Wenn es die USA nicht schaffen, den narzisstischen Autokraten aus dem Amt zu jagen, drohen finstere Zeiten, kommentiert Karl Doemens.

04.10.2019