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Politik Mehr als eine Million Menschen bei Klimastreiks in Italien
Nachrichten Politik Mehr als eine Million Menschen bei Klimastreiks in Italien
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20:17 27.09.2019
200.000 Menschen haben laut Veranstalterangaben alleine in Rom an der Klimastreik-Demo teilgenommen. Quelle: Massimo Percossi/ANSA/dpa
Rom

Eine Woche nach den großen weltweiten Klimastreiks haben am Freitag erneut Hunderttausende auf mehreren Kontinenten für mehr Klimaschutz demonstriert. Mehr als eine Million meist junge Menschen sind am Freitag nach Angaben der Organisatoren allein in Italien auf die Straße gegangen. Mit Spruchbändern wie "Wir haben keinen Planeten B" oder "Tötet unsere Zukunft nicht" und Sprechchören wie "Mit Greta retten wir den Planeten" zogen die Demonstranten in Rom rund zwei Kilometer durch die Innenstadt bis ins antike Zentrum zwischen Kaiserforen und Kolosseum.

Nach Angaben der Fridays for Future-Bewegung nahmen allein in der Hauptstadt mehr als 200.000 Menschen am Klimastreik teil. Die Erwartungen seien deutlich übertroffen worden. Einige Demonstranten brachten angesichts jüngster Warnungen vom Mont Blanc wegen eines Gletscherabbruchs auch ihre Sorge um das Abschmelzen der Eismassen zum Ausdruck.

Klimarat warnt: Eisschmelze und Anstieg des Meeresspiegels

In Mailand, Italiens zweitgrößter Stadt, demonstrierten laut Organisatoren mehr als 150.000 Menschen. Mit Slogans wie "Wir wollen eine heiße Pizza, aber keinen heißen Planeten" gingen die Schüler in Neapel auf die Straße. "Es hat keinen Sinn zu studieren ohne Zukunft", skandierten Demonstranten in Genua. "Wenn die Erde brennt, brennt ihr mit", hieß es in Palermo. Auch aus Turin, Florenz, Cagliari, Bari und Bozen wurden Demonstrationen mit jeweils Tausenden von Teilnehmern gemeldet.

Zehntausende auch in Österreich auf der Straße

In Österreich haben einem Bericht des ORF zufolge mehr Menschen an den Klimastreik-Demos teilgenommen als je zuvor. In Wien hätten nach Polizeischätzungen 30.000 Menschen demonstriert, in Innsbruck bis zu 20.000. Zum Erfolg habe dabei auch beigetragen, dass einige österreichische Bundesländer die Demonstrationen im Vorfeld zu "schulbezogenen Veranstaltungen" erklärt hätten. Dadurch hätten Schüler in Begleitung eines Lehrers an den Protesten teilnehmen können, ohne Fehlstunden eingetragen zu bekommen.

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RND/dpa/fh

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