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Politik Mehr als 100 Saal-Absagen: Berliner AfD verschiebt Parteitag auf nächstes Jahr
Nachrichten Politik Mehr als 100 Saal-Absagen: Berliner AfD verschiebt Parteitag auf nächstes Jahr
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17:17 02.11.2019
Georg Pazderski, Chef der Berliner AfD, hat den Parteitag auf Januar verschoben. Die Partei findet keine Räumlichkeiten. Quelle: Bernd von Jutrczenka/dpa
Berlin

Die Berliner AfD hat ihren Landesparteitag verschoben, weil sie auch nach monatelanger Suche keinen passenden Raum gefunden hat. Eigentlich sollte das Treffen am 9./10. November stattfinden. Doch daraus wird nun nichts, wie der „Tagesspiel“ berichtet. Die AfD-Parteimitglieder wurden in einer Mail nun offiziell von der Absage informiert.

„Trotz intensivster Suche bis zum letzten Moment in Berlin und im Brandenburger Umland, auch mit tatkräftiger Unterstützung unserer Mitglieder und Brandenburger Parteifreunde, ist es uns leider nicht gelungen, für den vorgesehenen Termin eine angemessene und sichere Lokalität zu finden“, heißt es in dem Schreiben. Für Januar 2020 habe man nun eine passende Räumlichkeit gefunden, heißt es aus der Partei. Stattfinden soll der Parteitag nun am 25. und 26. Januar.

Bereits Anfang Oktober hatte der Landesvorstand die Parteimitglieder über bis dahin 76 Absagen informiert, die das Gremium während der Suche nach einer Location in Berlin für den Landesparteitag erhalten hatte. Damals war der Parteitag schon einmal verschoben worden.

Drohungen gegen Hotelbesitzer und Mitarbeiter

Wenige Tage später scheiterte auch der Versuch der Verlegung des Treffens nach Brandenburg. Der Inhaber des Hotel-Restaurants Schloss Diedersdorf ließ die Meldung dementieren, der zufolge der Parteitag in seinem Hotel stattfinden werde. Von Bedrohungen gegen seine Person und Mitarbeiter des Hotels ist die Rede.

Pikant: AfD-Landesverband-Chef Georg Pazderski hatte vorige Woche auch beim Berliner Senat unter Bürgermeister Michael Müller (SPD) nach der Anmietung von öffentlichen Räumen gefragt – und postwendend eine Abfuhr kassiert. Senatssprecherin Claudia Sünder stellte klar, „dass weder der Regierende Bürgermeister alleroberster Saalvermieter in Berlin ist noch die Senatskanzlei die Organisationszentrale der AfD“. Sie fügte hinzu: „Anzunehmen, dass die Senatskanzlei dafür zuständig ist, Räumlichkeiten für Veranstaltungen für Parteien zur Verfügung zu stellen, ist einigermaßen absurd. Das betrifft Anfragen der Koalition genauso wie der Opposition.“

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dpa/cb

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