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Politik Machtkampf in Venezuela: Putin sichert Maduro weitere Hilfe zu
Nachrichten Politik Machtkampf in Venezuela: Putin sichert Maduro weitere Hilfe zu
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15:06 25.09.2019
Wladimir Putin begrüßt Nicolas Maduro. Quelle: ---/Kremlin/dpa
Moskau

Im Machtkampf zwischen Regierung und Opposition hat Russland dem umstrittenen venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro weitere Hilfe zugesichert. "Moskau unterstützt alle legitimen Behörden Venezuelas", betonte Kremlchef Wladimir Putin am Mittwoch bei einem Treffen mit Maduro. Er wolle dabei auch den Dialog mit der Opposition unter dem selbst ernannten Interimspräsidenten Juan Guaidó fördern. Russland zählt zu den wichtigsten Verbündeten Maduros.

Das einst reiche südamerikanische Land steckt in einer schweren Krise. Korruption und Misswirtschaft haben die Wirtschaft zusammenbrechen lassen. Rund vier Millionen Menschen haben Venezuela verlassen. Menschenrechtler werfen der Polizei willkürliche Tötungen vor.

Während die USA in der Vergangenheit ein militärisches Eingreifen in dem Machtkampf nicht ausschlossen, warnte Russland immer wieder vor einem solchen Schritt. Moskau befürchtet, dass Washington sich so in den Machtkampf einmischen und seinen Einfluss auf das ölreiche Land ausbauen könnte. Deshalb riefen russische Politiker immer wieder dazu auf, die Krise durch einen Dialog von Regierung und Opposition zu lösen.

Alles läuft nach dem Zeitplan und strikt nach unseren Vereinbarungen

Kremlchef Wladimir Putin

Gleichzeitig könne Maduro weiter auf Hilfe im militär-technischen Bereich aus Russland bauen, hieß es. Konkret schicke Moskau Ersatzteile und helfe beim Aufbau von Reparaturanlagen, sagte Putin. "Alles läuft nach dem Zeitplan und strikt nach unseren Vereinbarungen", sagte er. Am Mittwoch sei ebenfalls eine weitere Gruppe russischer Militärexperten in Caracas eingetroffen, meldete die russische Agentur Interfax unter Berufung auf eine nicht näher genannte Quelle.

Zugleich lässt die US-Regierung Venezuelas Opposition um den selbst ernannten Interimsstaatschef Juan Guaidó erstmals direkte Finanzhilfe zukommen. Dazu würden Hilfsgelder für prodemokratische Bemühungen in dem südamerikanischen Land mit 52 Millionen Dollar mehr als verdreifacht, kündigte der Leiter der US-Entwicklungshilfebehörde USAID, Mark Green, am Dienstag an. Er äußerte sich nach einem Treffen mit Guaidós Gesandtem Carlos Vecchio, den die Regierung von Präsident Donald Trump als venezolanischen Botschafter in Washington anerkennt.

Finanzspritze für die venezolanische Opposition

Der größte Teil der Millionenhilfe stammt aus Finanzmitteln, die die USA ursprünglich für Honduras und Guatemala vorgesehen hatten, dann jedoch von Trump gestrichen wurden. Hintergrund war sein Vorwurf gegen die Führungen der zentralamerikanischen Länder, nichts gegen den Durchzug von Migranten mit Ziel USA zu unternehmen.

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Die prall gefüllte Finanzspritze für die venezolanische Opposition spiegelt den breiten Rückhalt der Trump-Regierung für Guaidó wider, der auch von mehr als 50 Ländern als Interimspräsident anerkannt wird. Allerdings hat er die Unterstützung und seine Popularität in seiner Heimat nicht in konkrete Erfolge im Machtkampf mit Staatschef Nicolás Maduro ummünzen können. Und viele Venezolaner leiden nach wie vor an der Hyperinflation, Güterengpässen und der Wirtschaftskrise in ihrem Land.

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RND/dpa/AP

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