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Politik Herkunft von Verdächtigen nennen: Kriminologe lobt Reul-Entscheidung
Nachrichten Politik Herkunft von Verdächtigen nennen: Kriminologe lobt Reul-Entscheidung
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11:38 28.08.2019
Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU). Quelle: Oliver Berg/dpa
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Berlin

Der Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN), Thomas Bliesener, hat die Entscheidung des nordrhein-westfälischen Innenministers Herbert Reul (CDU) begrüßt, dass die Polizei Medien künftig grundsätzlich die Nationalität von Verdächtigen mitteilen soll. „Ich begrüße eine eindeutige Regelung, die der Polizei eine klare Handhabe gibt“, sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND, Mittwoch). „Denn Formulierungen wie ,Wenn die Herkunft mit der Tat in Verbindung steht‘ sind ja immer weich. Deshalb ist eine klare Regelung zu begrüßen.“

Zur Kriminalitätsbelastung von Zuwanderern oder Menschen mit Migrationshintergrund sagte Bliesener: „Es gibt dazu mehrere Untersuchungen. Sie zeigen, dass es da eine höhere Belastung gibt. Die kann man zum Teil auf Alter und Geschlecht zurückführen.

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Viele Gründe begünstigen Kriminalität

Aber das erklärt nicht alles. Und wir kennen gerade bei Zuwanderern auch eine Fülle anderer kriminalitätsbegünstigender Merkmale: mangelnde Zukunftschancen, fehlende Bleibeperspektive, schlechtere Sprachkenntnisse. Deshalb wundert die höhere Belastung nicht.“

Freilich würden die Fakten „manchmal instrumentalisiert und auf die Ethnie zurückgeführt, mit der sie tatsächlich überhaupt nichts zu tun haben“. Eine Sprecherin des Bundeskriminalamtes (BKA) sagte dem RND, Pressemitteilungen mit Bezug zu Ermittlungen würden durch die zuständigen Staatsanwaltschaften meistens gemeinsam mit dem BKA herausgegeben. „Dabei ist die Nennung der Nationalität üblich.“

Lesen Sie hier: Warum Herbert Reul im Fall Lügde unter Druck stand

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Von Markus Decker/RND