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Politik Keine Sorge: Die CDU liebt den Erfolg mehr als den Streit
Nachrichten Politik Keine Sorge: Die CDU liebt den Erfolg mehr als den Streit
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22:42 30.01.2019
Die CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer mit ihrem Generalsekretär Paul Ziemiak. Quelle: Kay Nietfeld/dpa
Berlin

Droht der CDU eine Zerreißprobe? Wird das Unterstützerlager der Kandidaten Friedrich Merz nun Rache an Annegret Kramp-Karrenbauer zu nehmen? Muss der neue Generalsekretär Paul Ziemiak sich von nun an fortwährend Angriffe wie den aus der CDU-Mittelstandsvereinigung gefallen lassen, er sei „ein Griff ins Klo“?

Das alles sind Fragen, die sich angesichts der aktuellen Missstimmungen mit Recht stellen lassen. Dennoch ist es nüchtern betrachtet eher so: Der CDU ist es gelungen, einen geordneten und demokratischen Übergang von der einen Parteivorsitzenden zur anderen zu organisieren. Die Lösung wurde nicht im Hinterzimmer ausgekungelt, sondern jeder konnte kandidieren – und es gab einen fairen Wettbewerb auf dem Parteitag.

Das alles ist so offensichtlich, dass alberne Verschwörungstheorien sich früher oder später auch wieder im Sand verlaufen werden. Friedrich Merz ist nicht daran gescheitert, dass sein Mikrofon falsch eingestellt gewesen wäre – sondern eher daran, dass seine Rede zu professoral war.

Anne Will“: Am Ende läuft Kramp-Karrenbauer zur Höchstform auf

Die Verjüngung der Parteiführung

Und was ist mit dem Vorwurf, der Vorsitzende der Jungen Union, Paul Ziemiak, habe die Seiten gewechselt, weil er jetzt Generalsekretär unter Kramp-Karrenbauer wird? Mit diesem Unmut war kurzfristig zu rechnen. Doch auf längere Sicht könnte sich Ziemiaks Übernahme des Parteiamtes als das erweisen, worum es Kramp-Karrenbauer ging: als Schritt zur Einbindung des konservativen Flügels. Und, ganz nebenbei bemerkt, auch zur Verjüngung der Parteiführung.

Und es gibt noch einen Grund, warum die Chancen gar nicht so schlecht sind, dass die Dinge in der CDU in absehbarer Zeit auch wieder in einigermaßen geordneten Bahnen verlaufen könnten. Die CDU liebt den Erfolg mehr als den Streit. Der Wähler mag keine zerstrittenen Parteien. Also dürften die Wahlen im kommenden Jahr ein Anreiz auch für viele Gegner Kramp-Karrenbauers sein, sich doch bald hinter der neuen Vorsitzenden zu versammeln.

Von Tobias Peter/RND

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