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Politik Donald Trumps Mauer als Katastrophenfall
Nachrichten Politik Donald Trumps Mauer als Katastrophenfall
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20:00 13.02.2019
US-Präsident Donald Trump. Quelle: imago/MediaPunch
Washington

ie Zahlen sprechen für sich – und gegen den Präsidenten. Stolze 5,7 Milliarden Dollar fordert Donald Trump seit Wochen für sein Lieblingsprojekt einer Grenzmauer zu Mexiko. Die vom Kongress im Dezember angebotenen 1,6 Milliarden Dollar lehnte er empört ab und stürzte das Land in einen fünfwöchigen Verwaltungsstillstand.

Nun haben Republikaner und Demokraten erneut verhandelt. Ihr Kompromissangebot liegt mit 1,375 Milliarden Dollar noch unter dem ursprünglichen Wert. Gerade mal 88 Kilometer Grenzbarrieren können dafür gebaut werden. Kein Wunder, dass der Präsident nicht glücklich ist.

Ein erneuter „Shutdown“ wäre in der Bevölkerung extrem unpopulär

Noch ist die Einigung nicht besiegelt. Wenn trotzdem vieles darauf hindeutet, dass Trump einknicken wird, hat das einen einfachen Grund: Ein erneuter „Shutdown“ wäre in der Bevölkerung extrem unpopulär, und die Republikaner sind des Streits überdrüssig.

Der Präsident hat also kaum noch Druckmittel. Der selbst ernannte größte Dealmaker aller Zeiten hat sich böse verzockt: Seit Monaten das er das Land in Panik versetzt und 800.000 Beamte durch die Haushaltssperre in Geiselhaft genommen. Erreicht hat er nichts.

Mehr Geld für die Mauer = Weniger Geld für Hochwasser-Schutz

Das kann der Narzisst im Weißen Haus natürlich nicht auf sich sitzen lassen. Also sucht er nun fieberhaft nach Möglichkeiten, durch die Umwidmung bereits genehmigter Gelder in anderen Haushalten seine Niederlage zu kaschieren.

Dass er dabei Gelder für die Bekämpfung von Hochwassern und Hurrikans umwidmen will, vergällt die Freude über die Niederlage des Präsidenten. Für einen wirkungslosen Popanz der fremdenfeindlichen Abschottung, der zudem die Natur am Rio Grande beschädigt, würden der Schutz vor echten lebensbedrohlichen Gefahren und die Hilfen für Opfer schlimmer Katastrophen heruntergefahren und geschwächt. Soviel Zynismus ist selbst für Trump bemerkenswert.

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Von RND/dpa/lf

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