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Politik Journalist gründet Anti-Brexit-Bewegung – aus Versehen
Nachrichten Politik Journalist gründet Anti-Brexit-Bewegung – aus Versehen
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14:33 20.10.2017
Der Korrespondent des „Economist“ in Berlin hat versehentlich eine politische Bewegung losgetreten. Quelle: imago
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Berlin

Alles begann mit einem Aufruf über den Kurznachrichtendienst Twitter: „Sind Sie im Entferntesten an einer neuen Anti-Brexit-Partei mit transformativer sozial-liberaler Politik interessiert?“, fragte Jeremy Cliffe, Berliner Korrespondent des Magazins „The Economist“. Interessenten sollten sich per E-Mail bei ihm melden.

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Dass die Resonanz auf seinen Aufruf so groß sein würde, damit hatte Cliffe offenbar nicht gerechnet. Bereits in den ersten Minuten nach dem Tweet erhielt er Hunderte Zuschriften. Wenig später folgten Mails im Sekundentakt. Nach knapp einer Stunde hatten laut Cliffe mehr als 1000 Menschen ihr Interesse an der „möglichen Pro-Europa-Partei“ bekundet. Es sei offensichtlich, dass es Interesse gebe, twitterte er. Und weiter: „Ich kann nicht sagen, dass ich damit gerechnet hätte, aber wir werden sehen, was wir daraus machen können.“

Noch am selben Tag gingen der Twitter-Account und die Website der Brexit-Gegner online. „Es scheint, als hätte ich versehentlich eine neue politische Bewegung losgetreten“, schrieb Cliffe. Mehr als 6000 Menschen folgten den „Radicals UK“ am Freitagmittag.

Auslöser für das „ungeplante Experiment“ sei eine „klaffende Lücke in der britischen Politik“ gewesen, erklärte Cliffe auf der Webseite „Medium“. Da das politische Experiment und seine Arbeit für „The Economist“ nicht vereinbar seien, will Cliffe in Großbritannien ein Komitee aufbauen. Wie die folgenden Schritte aussehen sollen, teilte der Journalist zunächst nicht mit.

Von RND/are

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