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Politik SMS an Frauke Petry bringt AfD in Bedrängnis
Nachrichten Politik SMS an Frauke Petry bringt AfD in Bedrängnis
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11:29 13.12.2018
Die frühere Parteichefin der AfD, Frauke Petry. Sie sitzt heute fraktionslos im Bundestag. Quelle: Carsten Koall/dpa
Berlin

Der Partei Alternative für Deutschland (AfD) droht neues Ungemach. Nach dem Wirbel um Parteispenden aus dem Ausland, die die heutige Fraktionschefin Alice Weidel 2017 im Wahlkampf angenommen haben soll, holt die Vergangenheit die Partei erneut ein. Diesmal in Gestalt der ungeliebten, früheren Parteichefin Frauke Petry.

Eine vertrauliche SMS an die damalige Parteichefin legen nach Recherchen von Süddeutscher Zeitung, NDR und WDR den Verdacht nahe, dass die AfD nicht immer ordnungsgemäß mit Parteispenden umgegangen ist.

Die Nachricht, um die es geht, schrieb ein Mitarbeiter an Petry zu Beginn des Wahljahres 2017. Ein Manager des Werbeflächenvermarkters Ströer wünsche dringend ein Gespräch, teilte er ihr per SMS mit. Sie fragte, ebenfalls per SMS, zurück, worum es ginge. Antwort: „Er will ein Missverständnis ausräumen und etwas erklären. Geht um die Koordination der edlen Spender aus dem Süden mit den Kampagnen hier.“

Münchner Milliardär soll AfD mit Spenden unterstützt haben

Politische Beobachter sind elektrisiert: Der Stuttgarter „Vereins für Rechtsstaatlichkeit und bürgerliche Freiheiten“ soll mit Hilfe geheimer Geldgeber der AfD mit millionenschwerer Wahlwerbung und einer Zeitung kräftig unter die Arme gegriffen haben.

Spuren führen Medien zufolge zum Münchner Milliardär August von Finck. Bewiesen ist jedoch nichts. Die Bundestagsverwaltung prüft, ob sich der Verein mit der AfD in unerlaubter Weise abspricht. Dann läge illegale Parteienfinanzierung vor.

Ist er oder sind seine Geldgeber mit den edlen Spendern aus dem Süden gemeint? Und worum geht es bei den Kampagnen? Fragen über Fragen. Petry bestätigte den Reportern die Echtheit der Nachrichten, mehr jedoch nicht.

AfD drohen millionenschwere Strafzahlungen

Der damalige Ströer-Manager teilte mit, er wollte Petry sagen, dass entgegen seiner ursprünglichen Aussage die Werbefirma doch Aufträge der AfD annehme. Dies habe er dann in einem persönlichem Gespräch auch getan.

Der damalige Mitarbeiter Petrys, der heute für Fraktions- und Parteichef Alexander Gauland tätig ist, wollte sich nicht öffentlich äußern.

Die Bundestagsverwaltung beobachtet die Entwicklung aufmerksam, ist zu hören. Kommen die Prüfer zum Ergebnis, Verein und AfD haben illegale Absprachen getroffen, wären millionenschwere Strafzahlungen kaum noch zu vermeiden.

Von RND

Der deutsche Rundfunkbeitrag ist nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs rechtmäßig. Der Beitrag sei keine unerlaubte staatliche Beihilfe und verstoße nicht gegen EU-Recht, urteilten die Luxemburger Richter am Donnerstag.

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