Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Politik Grüne fordern Zerschlagung von Facebook
Nachrichten Politik Grüne fordern Zerschlagung von Facebook
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:45 29.01.2019
Facebook-Chef Mark Zuckerberg will die Technik hinter den Chat-Diensten seines Konzerns zusammenführen – und so die Daten von Milliarden Nutzern bündeln. Quelle: dpa
Berlin

Die Grünen fordern die Zerschlagung der Internetplattform Facebook. „Keine Marktmacht darf über dem Gemeinwohl stehen – auch die der neuen Datensupermächte nicht“, sagte Sven Giegold dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND/Mittwoch) und bezog sich dabei auf die Ankündigung von Facebook, seine Chat-Dienste miteinander zu verknüpfen.

„Mit der Fusion der drei Messenger-Dienste von WhatsApp, Instagram und Facebook entsteht eine Datenbank von ungeahnter Größe. Damit stärkt Facebook seine ohnehin überbordende Macht“, kritisierte Giegold. Facebook müsse seine Dienste entflechten. „Spätestens jetzt hat dieses Datenmonopol nichts mehr mit Marktwirtschaft und Wettbewerb zu tun“, betonte der Spitzenkandidat der deutschen Grünen für die Europawahl im Mai.

„Wir brauchen eine Reform des Europäischen Wettbewerbsrechts“, forderte Giegold. Für eine Entflechtung übermächtiger Konzerne soll es künftig ausreichen, dass eine Marktmacht zu groß sei. Bislang muss der Missbrauch einer markbeherrschenden Stellung nachgewiesen werden, was Giegold zufolge bei Digitalkonzernen sehr schwer sei.

„Daher schlagen wir im Europawahlprogramm eine Reform vor“, sagte der Grünen-Politiker. Auch künftig müssten jedoch die verschiedenen Messenger-Dienste miteinander kompatibel sein. „Auch das würde die Übermacht in einem ersten Schritt schon mal brechen und es anderen Diensten erleichtern, Marktanteile zu gewinnen“, so Giegold.

Lesen Sie auch: Mehr Transparenz: Facebook offen für Regulierungen

Von Marina Kormbaki/RND

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Wende zum Besseren bleibt aus – um die Bundeswehr steht es weiter schlecht. Der Bericht des Wehrbeauftragten zeigt: Gegen das Bürokratiemonster im Apparat hilft nur ein klarer Schnitt, kommentiert RND-Korrespondent Jörg Köpke.

29.01.2019

Bislang ist die Werbung für Schwangerschaftsabbrüche verboten. Nach langem Ringen liegt nun ein Gesetzentwurf für eine Änderung des umstrittenen Paragrafen 219a vor. Für die Gießener Ärztin Kristina Hänel ist sie nicht tragbar. Sie will weiterhin vor das Bundesverfassungsgericht ziehen.

29.01.2019

Vor einer Lebend-Organspende müssen Vorkehrungen getroffen werden, damit Spender und Empfänger den Eingriff möglichst ohne gesundheitliche Folgen überstehen. Das gelingt nicht immer. Der Bundesgerichtshof stärkt nun die Rechte von geschädigten Organspendern.

29.01.2019