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Politik „Fridays for Future“ legt erstmals Forderungskatalog vor – das steht drin
Nachrichten Politik „Fridays for Future“ legt erstmals Forderungskatalog vor – das steht drin
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13:33 08.04.2019
Gemeinsam mit Tausenden Schülern und Studenten hat die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg in Berlin für einen verstärkten Kampf gegen die Erderwärmung demonstriert. Quelle: epd
Berlin

Die Schüler- und Studenteninitiative „Fridays for Future“ hat nach mehrmonatigen Schulstreiks erstmals ein Forderungspapier vorgestellt.

Darin wird unter anderem ein „Ende der Subventionen für fossile Energieträger“ wie Kohle, Öl und Gas noch in diesem Jahr verlangt. Außerdem solle 2019 ein Viertel der derzeitigen Kohlekraftkapazitäten abgeschaltet und eine Kohlendioxid-Steuer auf alle Treibhausgasemissionen erhoben werden, erklärten Vertreter der Initiative am Montag in Berlin.

Politik und Wissenschaft sind gefordert

Das Papier enthalte bewusst keine Maßnahmen, sondern nur Ziele, sagte Linus Steinmetz von „Fridays for Future“. Den geeignetsten Weg zu finden, sei jetzt Aufgabe der Politik in enger Zusammenarbeit mit der Wissenschaft.

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Steinmetz kündigte an, dass die Schülerstreiks weiter gehen werden, bis ersichtlich sei, dass die Ziele des Pariser Klimaabkommens tatsächlich angestrebt würden.

Das Abkommen setzt das Ziel, die Erdeerwärmung auf unter zwei Grad, wenn möglich sogar auf 1,5 Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen.

Im einzelnen mahnt „Fridays for Future“ deshalb folgende Ziele an:

– Reduktion der Emissionen auf „Nettonull“ bis 2035

– Kohleausstieg bis 2030

– zu hundert Prozent erneuerbare Energieversorgung bis 2035

Schon bis Ende 2019 fordert die Initiative:

– das Ende der Subventionen für fossile Energieträger

– ¼ der Kohlekraft abzuschalten

– eine Steuer auf alle Treibhausgasemissionen. Der Preis müsse so hoch sein wie die Kosten für diese und alle kommenden Generationen, steht in dem Katalog. Laut Umweltbundesamt seien das 180 Euro pro Tonne CO2.

Fridays for Future“ ist nach eigenen Angaben bewusst, „dass diese Forderungen ambitioniert sind“. Doch wenn jetzt nicht entschlossen gehandelt werde, werde das 1,5-Grad-Ziel verfehlt, heißt es. Die Schäden seien dann irreparabel. 

Hier finden Sie den kompletten Katalog.

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Von RND/epd/ngo

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