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Politik FBI nimmt NSA-Whistleblowerin fest
Nachrichten Politik FBI nimmt NSA-Whistleblowerin fest
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10:11 06.06.2017
NSA-Zentrale in Forte Meade, Maryland. Quelle: AP
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Washington

Das Justizministerium teilte eine entsprechende Festnahme im US-Bundesstaat Georgia am Montag mit. Dem US-Sender NBC wurde ein unmittelbarer Zusammenhang mit dem nur eine Stunde zuvor erschienenen Intercept-Bericht bestätigt.

Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump hat angekündigt, mit aller Macht gegen Leaks und die Weitergabe geheimer Informationen vorzugehen. Der stellvertretende Chefankläger Rod Rosenstein erklärte am Montag zu der Festnahme, die Weitergabe vertraulichen Materials gefährde die nationale Sicherheit und untergrabe das Vertrauen in die Regierung.

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Wurde auch das System zur Wählerregistrierung angegriffen?

Der Intercept-Bericht befasst sich mit russischen Versuchen einer Beeinflussung der US-Wahl 2016. Demnach zeigten die NSA-Dokumente eindeutig, dass der russische Militärgeheimdienst noch weitgehender in die Wahl einzugreifen versuchte als bekannt. Belegt seien demnach nun auch Attacken auf Systeme der Wählerregistrierung.

Laut Bericht, versuchten die russischen Angreifer sich mit sogenannten Spear-Phishing-Mails Zugang zu den Rechner hunderter Behördenmitarbeiter zu beschaffen. Die unmittelbaren Folgen des Cyberangriffs seien jedoch noch ungeklärt.

The Intercept ist eine Website, die unter anderem von Laura Poitras und Glenn Greenwald betrieben wird. Sie gelangte im Zusammenhang mit dem NSA-Whistleblower Edward Snowden zu einiger Berühmtheit.

Von RND/dpa

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