Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Politik Ex-FBI-Direktor: Trump untergräbt Arbeit der Geheimdienste
Nachrichten Politik Ex-FBI-Direktor: Trump untergräbt Arbeit der Geheimdienste
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:14 21.02.2019
Andrew McCabe, ehemaliger stellvertretender FBI-Direktor. Quelle: Alex Brandon/dpa
Washington

Der ehemalige FBI-Vize Andrew McCabe hat bei seiner Kritik an US-Präsident Donald Trump nachgelegt. „Dieser Präsident untergräbt die Rolle der Strafverfolgung, die Rolle unserer Geheimdienstinfrastruktur“, sagte McCabe in einem CNN-Interview am Dienstag. Damit beeinträchtige Trump die Arbeit der FBI-Mitarbeiter und deren Fähigkeit, das Land zu schützen.

Auf die Frage des Interviewers, ob er Trump für einen „Gewinn“ für Russland halte, antwortete der Ex-FBI-Vize: „Ich denke, das ist möglich. Ich denke, deshalb haben wir unsere Ermittlung begonnen“, sagte McCabe mit Bezug auf die Untersuchung mutmaßlicher russischer Einflussnahme auf die US-Präsidentenwahl 2016. Er sei sehr gespannt darauf, was FBI-Sonderermittler Robert Mueller dazu sagen werde.

Lesen Sie auch: Persönlicher Kalender veröffentlicht: So viel arbeitet Donald Trump wirklich

Als stellvertretender Direktor der Bundespolizei war McCabe auch in die Russland-Ermittlungen stark eingebunden. Er gehörte zu den Ersten in den Reihen des FBI, die eine mögliche Zusammenarbeit von Trumps Wahlkampfteam mit Russland zur Beeinflussung der Wahl untersuchten.

Der Agent war im März kurz vor seiner Pensionierung vom damaligen US-Justizminister Jeff Sessions gefeuert worden.

McCabe untermauert Gerüchte über geplanten Trump-Putsch

Bereits in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview des Senders CBS hatte McCabe Trump heftig kritisiert. Er untermauerte unter anderem Berichte, wonach Vize-Justizminister Rod Rosenstein 2017 eine Art administrativen Putschversuch gegen Trump geplant habe - mithilfe des 25. Zusatzartikels der US-Verfassung.

Dieser sieht vor, dass der Vizepräsident und eine Mehrheit der Minister eine vorzeitige Absetzung des amtierenden Präsidenten in Gang setzen können. Dafür müssen sie der Meinung sein, dass dieser unfähig ist, die Rechte und Pflichten seines Amtes auszuüben.

Lesen Sie auch: Merkel hält an Kooperation mit US-Geheimdiensten fest

McCabe hat gerade ein Buch mit dem Titel „The Threat“ (Die Bedrohung) herausgebracht. In den Memoiren berichtet der Ex-FBI-Vize über seine Geheimdienstkarriere unter Trump. Der Untertitel des Buches lautet übersetzt: „Wie das FBI Amerika im Zeitalter von Terrorismus und Trump beschützt“.

Lesen Sie auch: Trump unterzeichnet Dekret für US-Weltraumarmee

Von RND/dpa/lf

Die Lage an der mexikanischen Grenze spitzt sich zu: Hunderte Migranten haben am Mittwoch Behördenmitarbeiter angegriffen und mit Steinen beworfen. Mehrere von ihnen wurden daraufhin festgenommen. Der Vorfall steht im Zusammenhang mit illegalen Schleuserbanden.

21.02.2019
Politik Handwerkspräsident im Interview - „Uns fehlen die Fachkräfte in den Betrieben“

Müssen Kunden sich darauf einstellen, gar keinen Handwerker mehr zu finden? Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer warnt vor dem Fachkräftemangel. Und schildert, was aus seiner Sicht das beste Gegenmittel wäre.

21.02.2019

Beim Europaparteitag in Bonn entscheidet die Linkspartei über Wahlprogramm und Spitzenkandidaten. Teilweise bleibt sie aber anfällig für Populismus. Das ist gefährlich, kommentiert Markus Decker.

21.02.2019