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Nachrichten Politik Deutschlands Brücken bröckeln
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12:04 22.01.2019
Hält die Brücke noch? Der Zustand der deutschen Straßenbrücken ist bedenklich. Quelle: Markus Scholz/dpa
Berlin

Der Zustand der deutschen Straßenbrücken ist weiter bedenklich –obwohl seit sechs Jahren zusätzliche Milliarden in Sanierung und Neubau der Straßenbrücken fließen. Bund und Straßenbauverwaltungen der Länder vor sechs Jahren eine „Strategie zur Ertüchtigung der Straßenbrücken im Bestand der Bundesfernstraßen“ entwickelt hatten. Seither fließen zwar zusätzliche Milliarden in den Erhalt der Straßenbrücken. Bis 2022 stehen 4,1 Milliarden Euro zur Verfügung. Bei Baukosten von durchschnittlich 3000 Euro pro Quadratmeter inklusive der Kosten für den Abriss maroder Brücken, sind bis zum Jahr 2030 insgesamt 9,3 Milliarden Euro nötig. „In den darauffolgenden Dekaden ist für die Modernisierung des restlichen Netzes ein ähnlicher Betrag einzuplanen“, heißt es in einem Bericht des Bundesverkehrsministeriums an den Verkehrsausschuss des Bundestags hervor, der dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt.

Langsame Besserung in Sicht

Der Zustand von 12 Prozent der Straßenbrücken wird in dem Bericht als „nicht ausreichend“ oder „ungenügend“ bewertet. 2005 fielen noch 15 Prozent der Brücken als besonders bröckelnd auf. Doch auch die Anzahl der „sehr gut“ oder „gut“ bewerteten Bauwerke hat sich in den vergangenen 14 Jahren von 18 auf 13 Prozent verringert. Seit 2015 sei „der negative Trend durchbrochen“ und es sei „ein langsamer Anstieg zu besseren Noten zu verzeichnen“. 30 Prozent der vorrangig zu untersuchenden Brücken sind bereits saniert. Bei den übrigen Bauwerken laufen die Vorarbeiten.

80 Prozent müssen neu gebaut werden

Bei rund 80 Prozent der untersuchten Großbrücken sei ein Ersatzneubau notwendig – vor allem, weil sich an Großbrücken unterschiedliche Schwachstellen häufen und es daher am günstigsten wäre, das gesamte Bauwerk abzureißen und neu zu bauen.

Besonders zeitraubend ist laut Bericht das Planungsverfahren, bis überhaupt Baurecht erlangt werden kann. Nur in Ausnahmefällen kann die Planung beschleunigt werden, indem der Klageweg auf eine Instanz beschränkt wird. Dabei handelt es sich um vier hochbelastete Brücken: Die Rheinbrücken bei Leverkusen (Autobahn 1) und Duisburg (Autobahn 40), die Neckartalbrücke bei Heilbronn (Autobahn 6) und die Rader Hochbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal bei Rendsburg (Autobahn 7). Die Rader Hochbrücke hat eine Lebensdauer bis 2026. Drei Jahre vorher, 2023, soll mit dem Neubau begonnen werden – gerade noch rechtzeitig.

Von Jan Sternberg/RND

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