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Politik Deutsche Vertretung in Ramallah „liked“ israelfeindliche Inhalte auf Twitter
Nachrichten Politik Deutsche Vertretung in Ramallah „liked“ israelfeindliche Inhalte auf Twitter
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16:23 18.07.2019
Die „Likes“ wurden auf dem Kurznachrichtendienst Twitter gesetzt. Quelle: AP
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Tel Aviv

Mit dem Twitter-Account der deutschen Vertretung in Ramallah sind laut einem Bericht der „Bild“-Zeitung israelfeindliche Inhalte geliked worden. Ramallah ist das Verwaltungszentrum der Palästinenser im von Israel besetzten Westjordanland. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes sagte der Zeitung, die Inhalte seien „inakzeptabel“, würden der Haltung der Bundesregierung widersprechen und „nicht toleriert“.

Es sei umgehend eine interne Untersuchung des Falles eingeleitet worden, wie es zu diesen Likes habe kommen können, sagte der Sprecher. Anschließend sollten Konsequenzen gezogen werden. Der verifizierte Twitter-Account „Germany in Ramallah“ hat als Profilbild ein Porträt des Leiters Christian Clages. Auch er habe sich von den Aussagen der Tweets ausdrücklich distanziert, die Likes seien rückgängig gemacht worden.

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Massaker mit einem „Gefällt mir“ versehen

Mit dem Twitter-Account wurde dem Bericht zufolge unter anderem eine Antwort in einem Austausch zwischen dem US-Neonazi David Duke und einem anderen Nutzer über ein angebliches jüdisches Massaker mit einem „Gefällt mir“ versehen. Ein Video, das einen Angriff auf israelische Soldaten mit „Hut ab!“ lobte, soll ebenso geliked worden sein wie ein Artikel, der die Arbeit der Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem mit der Geschichtsdarstellung in „totalitären Staaten“ verglich.

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Die Likes seien in der Zwischenzeit gelöscht worden und man habe „Maßnahmen getroffen, um missbräuchlichen Zugriff auszuschließen“, sagte der Sprecher dem Bericht nach weiter. Clages ist seit August 2018 in Ramallah, wie auf der Internetseite der Vertretung steht. Von 2015 bis 2018 war er Sonderbeauftragter für die Sahelzone und von 2013 bis 2015 deutscher Botschafter in Beirut. Eine Sprecherin des Vertretungsbüros in Ramallah äußerte sich auf Nachfrage nicht dazu und verwies auf das Auswärtige Amt in Berlin.

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Von RND/dpa

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