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Politik Der SUV taugt als Feindbild nur bedingt
Nachrichten Politik Der SUV taugt als Feindbild nur bedingt
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16:16 09.09.2019
Ein Porsche Macan fährt am Bundeskanzleramt vorbei. Nun ist eine Debatte entbrannt, ob SUV nicht aus den Innenstädten verbannt werden sollten. Quelle: Kay Nietfeld/dpa
Berlin

Sports Utility Vehicles, besser bekannt als SUV, sind aus dem Straßenbild nicht mehr wegzudenken - und als Feindbild in der Debatte um die richtige Klima- und Verkehrspolitik schon gar nicht. Nach dem schrecklichen Verkehrs-Unfall in Berlin-Mitte mit vier Toten fordern Grünen-Politiker nun eine "Obergrenze" für diese kuriose Kreuzung aus normalen Pkw und Geländewagen in den Innenstädten. Das ist populistisch. Und vor allem inkonsequent.

Zum einen: Die Hauptrisikogruppe bei Unfällen sind junge Raser. Diese fahren aber nur höchst selten SUV. Bei den Apothekerpreisen für diese Art von Fahrzeugen ist das auch nicht weiter verwunderlich. Es wäre also aus Sicherheitsgründen sinnvoller ein Fahrverbot für Unter-25-Jährige zu fordern, als ein SUV-Verbot.

Zum anderen: Wie sollte eine "Obergrenze" denn genau aussehen? Wer sollte diese wie kontrollieren? Und gälte ein Verbot dann auch für die allgemein als cool geltenden VW-Busse oder Familien-Vans? Auch ökologisch wäre ein pauschales Verbot fragwürdig: Es gibt SUV, die verbrauchen weniger Kraftstoff als eine klassische Limousine oder haben einen E-Motor.

Dicke Autos wirken nicht besonders smart

Keine Frage: Eine Maschine von 2500 Kilogramm zu nutzen, um 100 Kilogramm Mensch durch die Gegend zu befördern, erscheint nicht übermäßig smart und zeitgemäß. Trotzdem wird es in diesem Jahr mehr als eine Millionen SUV-Neuzulassungen geben. Wer diese Blech- und Stahllawine eindämmen will, wird das mit unpraktikablen und juristisch anfechtbaren Verboten nicht bewerkstelligen können.

Zielführender wäre es, eine starke Motorisierung hoch zu besteuern (so will es Bundesfinanzminister Olaf Scholz) und mittelfristig nur noch Fahrzeuge neu zuzulassen, die unabhängig vom Modell nicht mehr als sieben oder acht Liter verbrauchen. Das würde das ewige "dicker, schwerer, schneller" in der Autobranche bald ziemlich unsexy erscheinen lassen.

Lesen Sie auch: Gefährlich und umweltschädlich? Alle SUV-Fakten im Überblick

Von Christian Burmeister/RND

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