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Politik Wird „AKK“ Angela Merkels letztes Opfer?
Nachrichten Politik Wird „AKK“ Angela Merkels letztes Opfer?
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20:59 12.05.2019
Annegret Kramp-Karrenbauer (l), Bundesvorsitzende der CDU und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU): „Spaltung in der Luft gelegen.“ Quelle: Kappeler/dpa
Berlin

Zugegeben: Es kommt nicht wirklich überraschend, dass Annegret Kramp-Karrenbauer nun hoch und heilig versichert, auf keinen Fall die vorzeitige Ablösung Angela Merkels als Kanzlerin zu betreiben. Das Gegenteil wäre eine Nachricht. Dass sich die CDU-Chefin nun aber nahezu in jedem Interview genötigt sieht, derlei Gerüchte zurückzuweisen, sagt eine Menge über die derzeitigen Machtverhältnisse in der Partei aus.

Es wäre ein Trugschluss, zu glauben, dass die permanenten Wechselgerüchte ein Zeichen für Kramp-Karrenbauers Stärke sind. Das Gegenteil ist der Fall. Vom Schwung ihrer ersten Wochen als CDU-Chefin ist nicht mehr viel übrig, in Beliebtheitsumfragen verliert die ehemalige saarländische Ministerpräsidentin wöchentlich an Boden. Unterdessen klettern Merkels Werte auf neue Rekordhöhen. Das ist die eigentliche Ursache für die permanenten Wechselgerüchte: Immer mehr Christdemokraten teilen die Befürchtung, dass sich „AKK“ mit jedem Monat im Wartestand ein Stück weiter selbst entzaubert.

Kramp-Karrenbauer sitzt in der „Merkel-Falle“

Das Tragische daran: Kramp-Karrenbauer bleibt kaum eine andere Möglichkeit. Sie hat das im Interview mit der Welt indirekt zugegeben. Nach ihrer Wahl zur Parteichefin habe die Spaltung der CDU in der Luft gelegen, weshalb sie „alle Kräfte“ darauf verwendet habe, diese zu verhindern.

Lesen Sie auch: Spekulationen um Merkels Rückzug: Das sagt die Kanzlerin

Übersetzt heißt das: Um die Merkel-Gegner in der CDU ruhig zu halten, musste deren Wunschnachfolgerin rhetorisch und politisch ein ganzes Stück nach rechts rücken. Dadurch verliert sie nun jene Unterstützung in der Mitte der Wählerschaft, die sie dringend braucht, um selbst Kanzlerin zu werden.

Es ist ein Dilemma: Wegen Merkel muss Kramp-Karrenbauer einen Spagat wagen, der so schwierig ist, dass sie umzufallen droht. Merkel, die schon so viele Kontrahenten aus dem Weg geräumt hat, hätte dann ein politisches Opfer mehr. Eines, über das sie selbst alles andere als glücklich sein wird.

Von Andreas Niesmann/RND

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