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Politik Bundeswehr will neue Langstreckenflugzeuge kaufen
Nachrichten Politik Bundeswehr will neue Langstreckenflugzeuge kaufen
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14:45 15.12.2018
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) steigt auf dem Flughafen Washington Dulles International aus dem „Konrad Adenauer“-Airbus. Quelle: Kay Nietfeld/dpa
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Berlin

Ein schwerwiegender Defekt an Bord der „Konrad Adenauer“ hatte die Flugbereitschaft der Bundeswehr Ende November zum Umkehren gezwungen. Wegen der technischen Probleme der Regierungsmaschine verpasste die Bundeskanzlerin den Auftakt des G20-Gipfels in Buenos Aires und musste den Atlantik schließlich per Linienflieger überqueren.

Die Bundeswehr zieht nun offenbar erste Konsequenzen aus der Flugzeugpanne. „Dass die Kanzlerin verspätet zu G20 kam, war bitter“, sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen der Bild am Sonntag. Konkret kündigte sie erste Maßnahmen an: „Damit sich so etwas nicht wiederholt, stocken wir jetzt bei den Besatzungen auf und prüfen die Beschaffung von ein oder zwei weiteren Flugzeugen für die Langstrecke.“

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Kurz nach dem Zwischenfall hatte von der Leyen die Flugbereitschaft noch in Schutz genommen. „Mit nur zwei Prozent Ausfallquote bei Regierungsflügen in den letzten beiden Jahren und einer durchschnittlichen Einsatzbereitschaft von 89 Prozent ist die Flugbereitschaft statistisch sehr zuverlässig“, sagte die Verteidigungsministerin ebenfalls der „Bild am Sonntag.“

Lesen Sie hier: Nager, Kaviar, Mayday: Pannen haben bei der Flugbereitschaft Tradition

Derzeit hält die Flugbereitsschaft zwei Airbus-Flieger A340, die für längere Strecken geeignet sind. Um auch bei Ausfällen einen reibungslosen Transport zu ermöglichen, sei nun mindestens eine weitere Maschine vom Typ A330 oder A350 notwendig. Die Kosten für die Anschaffung und Ausstattung würden sich auf 200 bis 300 Millionen Euro belaufen. Das Geld dafür müsse aus dem Bundeshaushalt bereitgestellt werden, sagte von der Leyen.

Auch die Aufstockung der Besetzung könnte zukünftigen Transportproblemen verbeugen. Merkel kam auch deswegen nicht pünktlich nach Buenos Aires, weil die Flugbereitschaft wie jede andere Crew bestimmte Pausen einlegen musste. Eine Ersatzmannschaft stand nicht bereit.

Von RND/mkr