Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Politik Britische Airlines dürfen nach Brexit weiter nach Europa fliegen
Nachrichten Politik Britische Airlines dürfen nach Brexit weiter nach Europa fliegen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:46 22.02.2019
Kurs Kontinent: Britische Fluggesellschaften dürfen nach einer Übergangszeit weiter nach Europa fliegen Quelle: John Stillwell/PA Wire/dpa
Brüssel

 Unterhändler der Europäischen Union haben sich auf befristete Notfallmaßnahmen für den Fall geeinigt, dass Großbritannien Ende März ohne Vertrag aus der EU ausscheidet. Beides muss noch formal vom Rat der Mitgliedsstaaten und dem EU-Parlament bestätigt werden.

Eigentlich dürfen in der EU nur Airlines fliegen, die mehrheitlich im Besitz von Eigentümern aus dem Europäischen Wirtschaftsraum sind. Der Notfallplan räumt den Gesellschaften aus Großbritannien jedoch eine Übergangsfrist von sechs Monaten ein, um die Voraussetzungen zu erfüllen.

Neun Monate Übergangsfrist gibt es für Sicherheitszertifikate für Luftfahrtgerät, die für Gesellschaften in Großbritannien ausgestellt wurden. Das biete genug Zeit, die Bescheinigungen bei der europäischen Luftfahrtbehörde EASA zu erneuern - dann unter Berücksichtigung des neuen Status Großbritanniens als Drittstaat, teilte der Rat der EU-Staaten mit.

Komissarin Bulc: Maßnahen „einseitig und befristet“

Zuvor hatten sich Vertreter der EU-Staaten und des Parlaments bereits auf befristete Maßnahmen geeinigt, die Flugausfälle nach einem ungeregelten Brexit vermeiden sollen. Die Regelung soll nach Angaben des Rats sicherstellen, dass Fluggesellschaften mit britischer Lizenz für bis zu sieben Monate Verbindungen zwischen Großbritannien und den übrigen 27 EU-Staaten aufrecht erhalten können.

Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtete, zeigt sich die deutsche Reisebranche erleichtert. Die Einigung helfe für die Urlaubssaison 2019, zitiert die Zeitung einen Luftfahrtfachmann. EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc betonte aber in der „FAZ“, dass diese Brexit-Notfallmaßnahmen keinesfalls die Vorteile des Binnenmarkts ersetzen könnten. Sie seien einseitig und befristet.

Von RND/dpa

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Säugling sei ein „wirklich Unschuldiger“ – Die Familie einer IS-Anhängerin aus Großbritannien will deren neugeborenen Sohn aus Syrien nach Hause holen. Dafür bat sie den britischen Innenminister Sajid Javid am Freitag in einem Schreiben um Hilfe.

22.02.2019

Aufklärung mit Hindernissen: Im Prozess gegen die frühere AfD-Chefin Frauke Petry fehlen anfangs zwei Zeugen. Und auch Widersprüche gehören zum Tag zwei der Verhandlung.

22.02.2019

Er ist der neunte Parlamentarier, der die größte Oppositionspartei im britischen Parlament innerhalb weniger Tage verlässt: Ian Austin kehrt der Labour-Partei aus Protest gegen Parteichef Jeremy Corbyn den Rücken. Seine Vorwürfe wiegen schwer.

22.02.2019