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Politik Böhmermann und die SPD: „Viel kaputt zu machen gibt es nicht“
Nachrichten Politik Böhmermann und die SPD: „Viel kaputt zu machen gibt es nicht“
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22:40 30.08.2019
Der Satiriker Jan Böhmermann.
Berlin

Der Satiriker Jan Böhmermann hat mit seiner Ankündigung, SPD-Chef werden zu wollen, die Partei überrascht und provoziert. „Ich, Jan Böhmermann, möchte Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands werden“, sagte er in seiner Sendung "Neo Magazin Royale". Natürlich mit einer SPD-Politikerin im Duo – die sich erstmal um die Formalitäten seiner Kandidatur kümmern solle.

Er betonte bei Verkündung seiner Kampagne #neustart19, dass dies kein Scherz sei – und legte am Tag danach gleich nochmal nach. In einer „Bürgersprechstunde“, die er live in sozialen Medien wie Facebook, Instagram oder Periscope als Videostream abhielt, beantwortete er die mal mehr, mal weniger ernstgemeinten Fragen der User.

Böhmermann selbst saß dabei vor einer roten Wand mit dem Logo seiner Kampagne – und sprach in sehr ernstem Ton. Lediglich die Antworten des Satirikers kommen ironisch daher – von Minute zu Minute mehr. So beschreibt er den Sinn seiner „Bewerbung“ etwa mit Sätzen wie: „Viel kaputt zu machen gibt es nicht – auf beiden Seiten.“ Außerdem sei er nicht sicher, ob es Bundesfinanzminister Olaf Scholz überhaupt mit seiner Kandidatur ernst meine.

Jan Böhmermann: Ich möchte Vorsitzender der SPD werden

Er erklärt, dass es mit ihm keine GroKo geben werde, weil das mit ihm und Merkel nicht klappen würde. Auch für ein bedingungsloses Grundeinkommen – so „7000 Euro im Monat“ – sei er. Aber er wolle nicht zu viele Versprechen machen, denn noch seien ja die Formalien für seine Kandidatur nicht geklärt.

Aber Böhmermann betont nochmals, dass das alles kein Scherz sei und behauptet, schon vier Unterbezirke der SPD hätten ihm ihre Unterstützung zugesichert. Zwei seien in Ostdeutschland, einer in Norddeutschland und einer in Südwestdeutschland. „Ich bringe nicht den Stallgeruch mit, aber andererseits müffle ich auch nicht nach SPD“, witzelt er – und sagt: Ja, er hätte „jeder Partei, der es so schlecht geht“, geholfen. „Jetzt trifft es halt die SPD.“

Lesen Sie auch: SPD-Vorsitz - kann Jan Böhmermann es schaffen?

Die Frage eines Nutzers bezieht sich dann auf den Youtuber, der zuletzt für Wirbel in der Politik gesorgt hatte: Rezo. Ob er denn ein würdiger Stellvertreter wäre, wird Böhmermann gefragt. Der sei ihm zu destruktiv, sagt Böhmermann. „Kaputt machen kann jeder, aber aufbauen…“

Eines betont Böhmermann dann auch noch: „Ob das Satire ist oder nicht, entscheidet sich am Sonntag um 18 Uhr.“ Und wenn es klappt, "dann ist die Kacke am Dampfen auf allen Seiten".

Lesen Sie außerdem den Kommentar: Böhmermann fehlt der SPD gerade noch

RND/das

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