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Politik Beyer für Kursschwenk in den US-Beziehungen
Nachrichten Politik Beyer für Kursschwenk in den US-Beziehungen
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05:06 22.05.2018
Peter Beyer, Transatlantikkoordinator der Bundesregierung Quelle: dpa
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Berlin

Es sei nun die Aufgabe der Bundesregierung, mehr Verantwortung für die transatlantischen Beziehungen zu übernehmen, sagte Beyer dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND, Dienstagausgabe) angesichts der zunehmenden Abkehr der US-Regierung von internationalen Vereinbarungen und Formaten. „Gute Kontakte in die US-Regierung sind dafür von zentraler Bedeutung. Aber wir sollten unseren Blick auf Amerika weiten“, forderte Beyer. „Ich möchte den Austausch auf Ebene der Bundesstaaten verstärken und mehr mit Gouverneuren und Bürgermeistern ins Gespräch kommen“, kündigte der Bundestagsabgeordnete an, der seit Anfang April das Amt des Transatlantikkoordinators innehat. „Zudem wollen wir die Beziehungen zu Universitäten, Unternehmen und zivilgesellschaftlichen Organisationen ausbauen -nicht nur entlang der Ost- und der Westküste, sondern verstärkt auch im Binnenland“, sagte Beyer dem RND.

Das transatlantische Fundament steht den Worten Beyers zufolge derzeit unter starkem Druck, es sei aber immer noch sehr gefestigt. „Nach meinen Gesprächen in den USA weiß ich: Niemand in Washington bestreitet die große Bedeutung der deutsch-amerikanischen Beziehungen“, sagte Beyer dem RND.

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Am heutigen Dienstag reist Außenminister Heiko Maas zu seinem Antrittsbesuch nach Washington, wo er unter anderem seinen Amtskollegen Mike Pompeo treffen wird. Dass der SPD-Politiker erst zwei Monate nach seinem Wechsel ins Außenamt zu Regierungsgesprächen nach Washington reist, liegt im Wechsel an der Spitze des US-Außenministeriums begründet. Nach der Entlassung Rex Tillersons Ende März blieb der Ministerposten einen Monat lang unbesetzt.

Von RND