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Politik Stirbt jetzt endgültig die Legende vom Alleintäter Amri?
Nachrichten Politik Stirbt jetzt endgültig die Legende vom Alleintäter Amri?
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15:59 22.02.2019
Die Bildkombo zeigt die am 21.12.2016 vom Bundeskriminalamt (BKA) veröffentlichten Fahndungsfotos von Anis Amri. Quelle: dpa
Kommentar

 

Die Untersuchungen zum Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt am 19. Dezember 2016 haben schon einigen politischen und polizeilichen Müll zutage gefördert. Für Opfer und Angehörige der Toten vom Breitscheidplatz ist jede neue Entdeckung eine Qual. Und die Fassungslosigkeit über das Agieren deutscher Sicherheitsbehörden wächst.

Wenn es so gewesen ist, dass die Behörden willentlich einen Mitwisser oder sogar Mittäter abgeschoben haben, um ihn aus den Ermittlungen herauszuhalten, dann sind geheimdienstliche Verschwörungen in diesem Fall keine Theorie mehr. Das Schlimme: Mittlerweile können sich dies sogar Wohlmeinende vorstellen.

Seehofer reagiert schnell

Gut, dass Innenminister Horst Seehofer (CSU) nun ungewohnt schnell reagiert und aufklären lässt, was an den vom Bundestags-Untersuchungsausschuss entdeckten Spuren dran ist. Erschreckende erste Erkenntnis seines Ministeriums: die Strafverfolgungsbehörden haben der Abschiebung des Mannes zugestimmt, der am längsten und bis zum Tag des Attentats Kontakt zum 12-fachen Mörder Anis Amri hatte. Aber warum?

Und was bedeuten in diesem Zusammenhang plötzlich aufgetauchte Aufnahmen, die unmittelbar nach dem Attentat entstanden sein und einen Fluchthelfer Amris, womöglich sogar den später abgeschobenen Tunesier, am Tatort zeigen sollen? Hier wären konkretere Antworten überfällig, als die letzten von LKA-Chef Christian Steiof, wonach Akten verfälscht worden seien, weil Beamte „kalte Füße“ bekommen hätten.

Schluss mit tarnen, täuschen, tricksen!

Tarnen, täuschen, tricksen: Damit muss jetzt endlich Schluss sein! Es fällt schwer zu glauben, dass Strafverfolger und Geheimdienste aus sich heraus fähig und willens sind, die Versäumnisse aufzuklären, die letztlich in der entsetzlichen Todesfahrt vom Berliner Breitscheidplatz mündeten. Bis heute ist dafür noch niemand zur Verantwortung gezogen worden.

Von Thoralf Cleven/RND

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