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Politik Aktion gegen EU-Migrationspolitik: Molecule Man in Rettungsweste
Nachrichten Politik Aktion gegen EU-Migrationspolitik: Molecule Man in Rettungsweste
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17:28 17.05.2019
Aktivisten hängen am Kunstwerk Molecule Man des US Bildhauers Jonathan Borofsky in der Spree und haben einer der Figuren eine überdimensionale Rettungsweste angezogen. Sie protestieren damit gegen die europäische Flüchtlingspolitik. Quelle: Annette Riedl/dpa
Berlin

Aus Protest gegen die europäische Flüchtlingspolitik haben Aktivisten der 30 Meter großen „Molecule Man“-Statue in Berlin eine riesige orangefarbene Rettungsweste übergestreift. Einer anderen der drei Metallfiguren wurde eine schwarze Augenbinde mit der Aufschrift #wakEUp aufgesetzt. Die Aktion am Freitag in der Spree sollte Solidarität mit der Seenotrettung im Mittelmeer zeigen, wo immer wieder Flüchtlinge ertrinken.

Der Molecule Man steht zwischen Oberbaum- und Elsenbrücke an der Grenze der Berliner Stadtteile Kreuzberg und Treptow. Die Organisation Seebrücke sprach in einer Mitteilung von einem Zeichen eine Woche vor der Europawahl. Sie rufe die Mitgliedsstaaten der EU dazu auf, „dem Sterben auf dem Mittelmeer endlich ein Ende zu bereiten und nicht weiter wegzuschauen“. Die Polizei war bei der Aktion vor Ort und hatte die Situation im Blick, wie ein Sprecher sagte.

„Tödliche Migrationspolitik der EU

Die Organisation kritisiert die “tödliche Migrationspolitik„ der EU. Auf einem Transparent, das zeitgleich an der Elsenbrücke befestigt war, hieß es „Build Bridges, not Walls“. Außerdem waren auf der Spree einzelne Boote mit Transparenten unterwegs. Auf einem stand „5 Years - 18.248 + ? Lives taken“ und spielte damit auf die geschätzte Zahl der in den vergangenen fünf Jahren ertrunkenen Flüchtlinge im Mittelmeer an.

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Die Hauptforderungen der Organisation Seebrücke sind „eine eigene Seenotrettungsmission, sichere Fluchtwege nach Europa und eine solidarische Verteilung der Geflüchteten unter den Mitgliedsstaaten“. Derzeit treibe die EU ihre Abschottungspolitik voran und blockiere eine solidarische Aufnahme von Geflüchteten, hieß es weiter.

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Von RND/dpa/epd

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