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Politik 15 Millionen jugendliche Mädchen weltweit zum Sex gezwungen
Nachrichten Politik 15 Millionen jugendliche Mädchen weltweit zum Sex gezwungen
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15:14 01.11.2017
Physische oder psychische Gewalt – jährlich werden Hunderte Millionen Kinder misshandelt. Quelle: dpa
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Köln

Die Vereinten Nationen haben die weltweit verbreitete Gewalt gegen Kinder angeprangert. Hunderte Millionen Mädchen und Jungen seien Opfer brutaler Übergriffe und sexueller Attacken, erklärte das Kinderhilfswerk Unicef am Mittwoch in Köln.

Nach Unicef-Angaben stirbt im Durchschnitt alle sieben Minuten ein Minderjähriger durch Gewalt. Rund 300 Millionen der zwei- bis vierjährigen Kinder müssten körperliche Züchtigung oder psychische Aggression durch ihre Erziehungsberechtigten erdulden. Selbst Kleinkinder im Alter von einem Jahr würden physisch bestraft.

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Unicef fordert Aktionspläne gegen Gewalt

Zudem seien 15 Millionen Mädchen im Alter von 15 bis 19 Jahren in ihrem Leben vergewaltigt worden oder hätten andere Formen sexueller Gewalt über sich ergehen lassen müssen. In der großen Mehrheit der Fälle sei der Täter den Mädchen bekannt gewesen, erklärte Unicef Deutschland. Nur ein Prozent der jugendlichen Mädchen, die sexuelle Gewalt erfahren hätten, wandten sich an professionelle Hilfe.

Das Kinderhilfswerk verlangte nationale Aktionspläne, um die Gewalt zu beenden. So müssten Beratungsstellen den betroffenen Jungen und Mädchen zur Seite stehen. Eltern müssten geschult werden, ihre Kinder ohne Gewalt zu erziehen.

„Gewalt gegen Kinder verschont niemanden“

Grundlage der Erkenntnisse waren Untersuchungen zwischen den Jahren 2005 und 2016. Die Schätzungen beziehen sich auf Daten aus 50 Ländern, in denen 46 Prozent der Mädchen zwischen 15 und 19 Jahren weltweit leben.

Die Gewalt gegen Kinder sei „wirklich besorgniserregend“, sagte Cornelius Williams von der Unicef-Abteilung für Kinderschutz. „Babys werden ins Gesicht geschlagen, Mädchen und Jungen zu sexuellen Handlungen gezwungen, Jugendliche in ihren Gemeinden getötet – Gewalt gegen Kinder verschont niemanden und kennt keine Grenzen.“

Von RND/epd