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Panorama Zu groß, zu spät, immer teurer: Berlin baut sich einen Busbahnhof
Nachrichten Panorama Zu groß, zu spät, immer teurer: Berlin baut sich einen Busbahnhof
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13:18 03.03.2019
Fernbusse am alten Zentralen Omnibusbahnhof in Berlin (Archivbild) Quelle: Gregor Fischer/dpa
Berlin

Am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) Berlins wird noch mindestens drei Jahre lang gebaut. „Die Gesamtfertigstellung ist für Mitte 2022 geplant“, teilte die Senatsverkehrsverwaltung der Deutschen Presse-Agentur mit. Zwar sollen in diesem November die Bussteige fertig sein. Dann werde aber weiter an der neuen Leitstelle gearbeitet und ab Mitte 2020 eine neue Wartehalle gebaut.

Der ZOB am Messegelände in Charlottenburg wird seit 2016 im laufenden Betrieb umgebaut. Das soll mehr Platz für Fernbusse bringen. Ursprünglich sollten die Arbeiten in diesem Jahr abgeschlossen werden. Das Projekt zieht sich aber in die Länge, da es zahlreiche Umplanungen gab.

ZOB soll eine „Visitenkarte Berlins“ werden

Gebäude werden neu errichtet statt nur instandgesetzt, die Wartehalle soll größer werden als zunächst geplant, die Fahrgastinformation erneuert und die Leitstelle versetzt werden. Das trieb auch die Kosten in die Höhe: von ursprünglich 14 Millionen Euro auf 37 Millionen Euro.

„Der ZOB wird zu einer Visitenkarte für Berlin“, rechtfertigte die Verwaltung die höheren Kosten. Statt einer Sanierung gebe es eine grundlegende Erneuerung. Mehr Service, mehr Komfort, lautet das Versprechen. Statt 27 Bussteigen soll es künftig 33 geben, zusätzliche Kapazität bringe außerdem die neue Anordnung der Haltestellen.

Erwartungen an den Fernbusverkehr sind gesunken

Anlass für den Umbau war der Fernbus-Boom, der nach der Marktfreigabe 2013 begann. Wurden am ZOB im Jahr 2012 noch 65.000 An- und Abfahrten abgefertigt, waren es 2016 gut 214.000. Doch inzwischen ist die Zeit des großen Wettbewerbs der Fernbus-Anbieter vorbei, Flixbus dominiert den Markt. Der Andrang am ZOB ging zurück. Im vergangenen Jahr gab es noch 164.000 An- und Abfahrten. Der Senat geht davon aus, dass rund sechs Millionen Menschen an Bord der Busse waren.

Bei Umbaubeginn war der Senat davon ausgegangen, dass es 2019 zwischen 230.000 und 344.000 An- und Abfahrten am ZOB geben könnte – doppelt so viel wie jetzt erwartet werden. Für dieses Jahr rechnen die Berliner Verkehrsbetriebe als Betreiber mit 168.000 An- und Abfahrten an den 17 verfügbaren Haltestellen. „Die Kollegen machen einen tollen Job, unter vollem Bau den Fahrgastbetrieb zu organisieren“, sagte ein Sprecher.

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Von RND/dpa

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