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Panorama „Wir gehen nicht ohne Julen“ – aber die Rettung geht weiter nur schleppend voran
Nachrichten Panorama „Wir gehen nicht ohne Julen“ – aber die Rettung geht weiter nur schleppend voran
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10:47 24.01.2019
Die Feuerwehr ist nahe des Brunnenschachts, in den der zweijährige Julen vor eineinhalb Wochen gestürzt sein soll, im Einsatz. Quelle: Daniel Perez/dpa
Málaga

Die Bergung des kleinen Julen aus einem tiefen Brunnenschacht in Südspanien ist am Donnerstag nur schleppend angelaufen. Ein achtköpfiges Team von Bergarbeitern wartete am Morgen zunächst auf seinen Einsatzbeginn. Die Spezialisten sollen vom Grund eines in den vergangenen Tagen gebohrten Parallelschachts einen waagerechten Tunnel zu der Stelle graben, an der der Zweijährige vermutet wird. Am Mittwoch hatten neue Probleme bei der Sicherung des Rettungslochs die Arbeiten weiter verzögert.

Spanische Medien berichteten unter Berufung auf die Einsatzkräfte im andalusischen Totalán, dass die ersten beiden Minenarbeiter aber voraussichtlich im Lauf des Donnerstag mit einer speziellen Kapsel in den Schacht herabgelassen werden. Die Kumpel sollen sich jeweils in Zweierteams für etwa 30 Minuten unter anderem mit Spitzhacken und Presslufthämmern vorarbeiten und dann abgelöst werden. Die Bedingungen seien dabei extrem, wegen der Enge könnten die Männer nur knieend oder liegend graben, hieß es.

Julen wird in 70 bis 80 Metern Tiefe vermutet

Das Kind soll am 13. Januar bei einem Ausflug mit seinen Eltern in den 107 Meter tiefen, illegal gegrabenen Schacht gefallen sein. Weil das Loch nur einen Durchmesser von 25 bis 30 Zentimetern hat, hatten die Retter entschieden, einen parallelen Schacht auszuheben, um zu Julen vorzudringen. Er wird in einer Tiefe von 70 bis 80 Metern vermutet. Lebenszeichen von dem Jungen gibt es nicht.

„Jedes Mal, wenn es einen Rückschlag gibt, sind die Helfer natürlich verärgert, aber sie sind stark“, sagte die stellvertretende Delegierte der Zentralregierung in Andalusien, María Gámez. „Ich bin mir sicher, dass wir von hier nicht ohne Julen weggehen werden.“

Von RND/dpa