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Panorama Katze vermisst: Maulbronn verbietet Suchplakate
Nachrichten Panorama Katze vermisst: Maulbronn verbietet Suchplakate
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14:21 15.08.2018
Kater Karlsson sorgt in der Stadt Maulbronn gerade für Aufregung. Er wird vermisst. Quelle: Felix Kästle/dpa (Symbolbild)
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Maulbronn

Ein Foto sorgt gerade auf Facebook unter Tierfreunden für Aufregung. Im Fokus des Zorns ist die Stadt Maulbronn. Aber von vorne: Seit rund zwei Wochen ist Kater Karlsson nicht mehr nach Hause gekommen. Also hat seine Halterin mit Plakaten nach dem vierjährigen Tier gesucht.

Nun gab es Post von der Stadt. Es ist eine Einladung zur Anhörung – kein Bußgeldbescheid. Aber ein Verfahren dahingehend wurde eingeleitet.

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Emotionen überschlagen sich bei Facebook

Auf Facebook überschlagen sich die Emotionen. „Das Kaff wird auch nicht schöner, wenn man Katzensuchplakate konsequent bestraft. Zudem wird das Geld eh für Beamte verpulvert, die nach unsinnigen Verstoßen suchen, um abzucashen“, „Einfach unmenschlich eine, verzweifelt suchende Person mit einem Bußgeld doppelt zu strafen. So was von kleinkariert!!! Schämt euch“, und „Haben von dem Bußgeld gelesen und bin entsetzt. Da sucht doch nur jemand sein Tier und will niemandem schaden. Finde, da sollte man abwägen“ sind nur ein paar der Kommentare auf der Facebook-Seite von Maulbronn.

Auf Nachfrage beim zuständigen Amt heißt es: Hätte die Katzenhalterin sich vorab eine Genehmigung beantragt, hätte sie fünf Plakate in Maulbronn sowie jeweils drei in Zaiserweiher und Schmie an den Masten von Straßenlaternen und Verkehrsschildern aufhängen dürfen. Das hätte 15 Euro gekostet. Je nach freier Fläche, wäre die Genehmigung sofort erfolgt.

„Es ist eine Einladung zur Anhörung, kein Bußgeld“

Denn „Plakatierungen in der Verkehrsfläche müssen genehmigt werden“, sagte Ulrike Fegert, zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt. „Es ist eine Einladung zur Anhörung, kein Bußgeld“, stellt Fegert außerdem klar. „Am besten ist es aber auch, immer bei den Maulbronner Geschäften nachzufragen, ob der Zettel ins Schaufenster gehängt werden darf“, gibt die Sprecherin einen Tipp.

Maulbronn sei keine tierunfreundliche Stadt, aber habe „gewisse Regeln, an die man sich halten muss“. Auch die Stadt selbst müsse für jede Plakatierung einen Antrag stellen.

Von RND/far