Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Panorama Umwelthilfe will Silvester-Böllerei in Städten einschränken
Nachrichten Panorama Umwelthilfe will Silvester-Böllerei in Städten einschränken
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:49 23.10.2019
Die Deutsche Umwelthilfe fordert ein Ende der Silvesterböllerei Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
Berlin

Die Deutsche Umwelthilfe will Silvester-Feuerwerke aus Innenstädten verbannen. Grund sei die durch die Böllerei verursachte extrem hohe Feinstaubbelastung zum Jahreswechsel, sagte der Bundesgeschäftsführer der Umwelthilfe, Jürgen Resch, am Mittwoch in Berlin. Deshalb seien seit Juli an bislang 98 Städte formale Anträge auf Erlass eines kommunalen Verbots gestellt worden. Zugleich ruft die Umwelthilfe die Bürger vor Ort auf, lokale Petitionen für ein Böller-Verbot zu starten.

Laut Umwelthilfe setzen die abgebrannten Feuerwerkskörper zum Jahreswechsel innerhalb weniger Stunden etwa 5.000 Tonnen Feinstaub frei. Das entspreche 16 Prozent der jährlich im Straßenverkehr entstehenden Feinstaubmenge. Die durch die Schwarzpulver-Böllerei freigesetzten ultrafeinen Partikel zählten neben dem Dieselabgasgift Stickstoffdioxid zu den gefährlichsten Luftschadstoffen.

Viele Städte haben schon ein Böllerverbot

Resch betonte, die von Lärm, Müll, Brandgefahren und Luftbelastung betroffenen Kommunen hätten schon jetzt eine rechtliche Handhabe, Verbote für bestimmte Stadtteile durchzusetzen. Als Beispiele nannte er mehrere Städte in Bayern wie München, Nürnberg und Passau. In Landshut wurde zudem zum vergangenen Jahreswechsel die Altstadt für Silvester-Böller gesperrt und stattdessen eine Licht- und Lasershow organisiert, wie die Umwelthilfe mitteilte.

Zugleich forderte Resch klarere Regeln im Bundesimmissionsschutzgesetz und der Sprengstoffverordnung. Hier müsse Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) tätig werden, um kommunale Böller-Verbote zu erleichtern.

Mehr zum Thema

Böllerverbot an Silvester 2018: Diese Städte verbieten Feuerwerk

Grüne wollen Silvesterböller-Verkauf verbieten

RND/epd

Bei schweren Unwettern in Italien sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. In Spanien werden noch Menschen vermisst. Auch auf Mallorca kam es zu Überschwemmung.

23.10.2019

In Bayern ist ein Autofahrer Mitte Oktober von der Straße abgekommen. Der 45-Jährige starb bei dem Unfall. Seine Leiche wurde erst sieben Tage später entdeckt.

23.10.2019

Seit dem Sommer regt sich heftige Kritik gegen das Venus-Symbol auf einigen Bindenverpackungen. Das Kreuz mit dem Kreis darauf symbolisiert seit jeher die Frau. Viele Transmänner können sich damit nicht identifizieren und forderten das Unternehmen auf, das Symbol zu entfernen.

23.10.2019