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Panorama Skelett-Fund in Aschaffenburg: Tote ist vermisstes syrisches Mädchen
Nachrichten Panorama Skelett-Fund in Aschaffenburg: Tote ist vermisstes syrisches Mädchen
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17:03 19.12.2018
In einem Wald nahe Aschaffenburg hatten Spaziergänger am 9. Dezember Skelettteile gefunden und die Polizei informiert. (Symbolbild) Quelle: Julian Stähle/dpa
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Aschaffenburg

Bei dem Skelett, das Spaziergänger vor zehn Tagen in einem Wald­stück bei Aschaffenburg gefunden haben, handelt es sich um die sterblichen Überreste eines seit 2017 vermissten Mädchens. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch in einer gemeinsamen Presseerklärung mitteilten, handelt es sich um die 16-jährige Mezgin Nassan aus dem Landkreis Aschaffenburg. Angehörige hatten sie demnach am 4. Mai 2017 bei der Polizei als vermisst gemeldet, nachdem sie nach der Berufsschule nicht nach Hause gekommen war.

„Die Fahndung nach Hashem Nassan, dem Vater der Schülerin, läuft wegen des Verdachts eines versuchten und eines vollendeten Tötungsdeliktes auf Hochtouren“, heißt es in der Mitteilung weiter. Der 44-Jährige stehe unter dringendem Tatverdacht, nach ihm werde bereits seit Anfang Juni 2017 mit Haftbefehl gesucht – er soll versucht haben, den 23-jährigen damaligen Freund seiner Tochter zu töten.

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Vater des toten Mädchens soll auch auf ihren Freund eingestochen haben

Laut Polizei hatte der Vater sich damals in der Nacht zum 2. Juni 2017 mit dem 23-Jährigen, ebenfalls syrischen Staatsangehörigen, getroffen. Der junge Mann war mit Stichen am Hals von Anwohnern gefunden und vom Rettungsdienst in eine Klinik eingeliefert worden. Er überlebte schwer verletzt. Der Vater ist seither verschwunden. Ein Richter erließ zwischenzeitlich einen Interna­tionalen Haftbefehl und geneh­migte eine Öffentlichkeitsfahn­dung.

Inwieweit das Treffen mit dem Verschwinden der Tochter einen Monat zuvor zu tun hat, ist noch unklar. Nach der 16-Jährigen suchten im Frühsommer 2017 Hubschrauber und Was­serwacht, Flugblätter wurden verteilt, eine Kompostieranlage wurde durchsucht.

Von RND/dpa